30.11.2025 / 19:37 Uhr
Nächste knappe Caps-Niederlage
Am Sonntag-Nachmittag müssen sich die Vienna Capitals dem HCB Südtirol Alperia mit 0:2 geschlagen geben. Die Wiener finden im ersten Spielabschnitt mehrere Großchancen vor, verabsäumen es aber, einen Treffer zu erzielen. Im Mitteldrittel nutzt Daniel Mantenuto einen schweren Schnitzer der Capitals zum Führungstreffer (31.). In der letzten Sekunde trifft Philip Samuelsson zum Endstand ins leere Tor (60./EN). Für die Hauptstädter geht es am Mittwoch mit einem Auswärtsspiel bei den Moser Medical Graz99ers weiter (18.30 Uhr).
Caps-Head-Coach Kevin Constantine musste in Bozen neben den langzeitverletzten Senna Peeters, Marco Richter, Maximilian Theirich und Sebastian Wraneschitz auch auf Benjamin Lanzinger verzichten. Der gebürtige Villacher bekam am Freitag in Bruneck einen harten Check gegen den Kopf ab. Im Tor begann erneut Evan Cowley, der eine engagierte Leistung seiner Vorderleute im ersten Drittel sah. In der zweiten Minute ließ Nelson Nogier nach einer guten Kombination den ersten Torschuss los, scheiterte aber an HCB-Goalie Sam Harvey. Im Anschluss an diese Szene bekamen sich Christof Kromp und Max Gildon in die Haare, die beiden Streithähne wurden wegen übertriebener Härte auf die Strafbank geschickt. In der dritten Minute durfte es Zane Franklin probieren, doch auch der Kanadier kam nicht an Harvey vorbei. In der sechsten Minute bekam auch Cowley etwas zu tun, ein Distanzschuss von Daniel Mantenuto war allerdings leichte Beute. In der achten Minute fanden die Caps gleich zwei Großchancen vor. Jérémy Grégoire bediente Kromp, der vor Harvey allerdings nicht einschießen konnte. Kurz wurde der auf den HCB-Goalie ziehende Felix Koschek mustergültig bedient, doch auch der Caps-Youngster scheiterte. In Minute zehn war es Grégoire, dessen Schuss in der Fanghand des HCB-Schlussmanns landete. Bei den Abschlüssen der Hausherren agierte Cowley solide, beispielsweise in Minute 13 erneut gegen Mantenuto. Kurz vor der Pause kamen die Wiener zu zwei guten Möglichkeiten. Leon Wallners One-Timer wurde von Harvey abgewehrt, Dominic Hackl feuerte den Puck nach dem Rebound auf das Tor, wo der HCB-Goalie erneut siegreich blieb.
Ex-Caps-Angreifer Matt Bradley blieb das gesamte Spiel über unauffällig. In der 22. Minute scheiterte der Kanadier aus spitzem Winkel mit einem Schuss aus der Drehung an Cowley. Kurz darauf tauchte Mitch Hults vor Harvey auf, konnte die Wiener an alter Wirkungsstätte aber nicht in Führung schießen. Ebenfalls in der 22. Minute landete der Puck im Tor der Capitals. Cowley konnte einen Distanzschuss von Enrico Miglioranzi nur prallen lassen. Die Scheibe kam durch den Verkehr zu Mantenuto, der einschießen konnte. Nach Videostudium kamen die Schiedsrichter allerdings zum Entschluss, dass Cristiano Digiacinto Cowley behinderte und verwehrten dem Treffer daraufhin die Gültigkeit. In der 26. Minute gab es das erste Powerplay für die Hausherren. Simon Bourque wurde wegen eines Hakens bestraft. Mit der besten Möglichkeit traf Shane Gersich nur die Latte, die Caps hielten sich in Unterzahl schadlos. In Minute 31 profitierten die Hausherren von einem schweren Fehler von Hackl. Der Caps-Verteidiger spielte hinter dem eigenen Tor einen Fehlpass. Der Puck kam neben dem Tor bei Mantenuto an. Der HCB-Angreifer zog vor Cowley und schoss ein (31.). Nach einer Chance der Wiener fanden die Bozner die nächste Tormöglichkeit vor. Lukas Zach-Kiesling konnte ein Zuspiel von Mitch Hults nicht verwerten, die Hausherren konterten über Gersich, der vor Cowley aber über die Scheibe wischte. Kurz darauf kam der HCB-Stürmer zur nächsten Möglichkeit, die vom Caps-Goalie aber entschärft wurde. Hackl probierte es in der 38. Minute aus dem hohen Slot, Harvey parierte.
In der 41. Minute schoss Carter Souch nach einem Bullygewinn in der Bozner Zone ansatzlos. Harvey blieb erneut Sieger, genauso einige Sekunden später gegen Franklin. In weiterer Folge übernahmen die Hausherren immer mehr das Kommando. Brad McClure scheiterte an Cowley. Michele Marchetti konnte den Caps-Goalie in Minute 47 auch nicht überwinden. In der 53. Minute gab Randy Gazzola einen Backhander ab, Harvey mit dem Save. Drei Minuten später fanden die Hausherren eine Großchance zur Entscheidung vor. Cowley blockte einen Schuss von Bryce Misley, die Scheibe fiel zu Bozen-Kapitän Daniel Frank, der den Puck neben das Tor schob. In der 58. Minute folgte das erste Powerplay für die Capitals. McClure musste wegen Beinstellens an Bourque vom Eis. Auch mit einem Mann mehr ging bei den Wienern nichts mehr. Stattdessen rutschte der Puck mit der Schlusssirene zum Endstand ins leere Tor. Philip Samuelsson sorgte für den Endstand (60.). Die Capitals gaben 20 Torschüsse ab, der HCB deren 28. Cowley beendete das Spiel mit einer Fangquote von 96,3 Prozent.
Unser Spiel im ersten Drittel hat mir gut gefallen. Wir hatten einige wirklich gute Torchancen, mehr als der Gegner. Wir hätten etwas mehr Verkehr vor ihren Goalie bringen müssen. Er hat einige Male gut pariert, aber er hatte oft freie Sicht auf den Puck. Der Start ins zweite Drittel war ok, auch wenn wir nicht so gut waren wie im ersten Spielabschnitt. Wir machen einen komischen Fehler und schenken ihnen damit ein Tor. Bozen hat das dann gut gespielt und die Partie kontrolliert. Wir haben dem Puck nachjagen müssen. Im dritten Drittel haben wir dann nichts mehr zusammengebracht. Alles in allem ist das eine frustrierende Niederlage. Wir müssen allerdings dranbleiben und weiterarbeiten. Als Coaches sind wir gefragt, Antworten zu finden. Wir gestalten die Spiele stets eng, müssen aber schnell lernen, solche Partien zu gewinnen.
Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals
HCB Südtirol Alperia - Vienna Capitals 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)
Tore Bozen: Daniel Mantenuto (31.), Philip Samuelsson (60./EN)
Line-Up Vienna Capitals
Goalies: #31 Evan Cowley | #1 Lennox Setzinger
1. Linie: #5 Dominic Hackl, #8 Nelson Nogier - #62 Mitch Hults, #19 Linden Vey, #11 Lukas Zach-Kiesling
2. Linie: #98 Cole Hults, #24 Simon Bourque - #44 Carter Souch, #9 Leon Wallner, #61 Zane Franklin
3. Linie: #55 Raphael Wolf, #92 Lorenz Lindner - #76 Sam Antonitsch, #37 Christof Kromp, #25 Jérémy Grégoire
4. Linie: #13 Randy Gazzola - #71 Erik Kirchschläger, #3 Armin Preiser, #34 Felix Koschek
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