30.12.2025 / 22:20 Uhr

Capitals beenden 2025 mit Overtime-Erfolg in Budapest

Die Vienna Capitals sichern sich am Dienstagabend mit einem 3:2-Sieg nach Overtime bei FTC-Telekom die letzten zwei Punkte des Kalenderjahres 2025. Scott Kosmachuk bringt die Wiener nach einem torlosen ersten Drittel in der 33. Minute in Führung. Dieser Vorsprung währt allerdings nur 34 Sekunden, Brady Shaw gleicht aus (32.). Tyler Coulter nutzt einen Fehlpass von Caps-Goalie Evan Cowley, um die Hausherren in Unterzahl in Führung zu bringen (38./SH1). Im Schlussdrittel sorgt Caps-Kapitän Linden Vey für den Ausgleich (57.). In der Overtime schießt Cole Hults die Wiener zum Sieg (64.). Der heutige Erfolg im letzten Grunddurchgangsaufeinandertreffen der beiden Teams hat außerdem zur Folge, dass die Wiener den direkten Vergleich mit den Ungarn für sich entscheiden konnten. Am 1. Jänner 2026 empfangen die Capitals Olimpija Ljubljana zum Neujahrsspiel in der STEFFL Arena.

Caps-Head-Coach Kevin Constantine musste gegen FTC-Telekom neben den langzeitverletzten Senna Peeters, Marco Richter und Sebastian Wraneschitz auch auf den am Oberkörper verletzten Jérémy Grégoire verzichten. Für den Kanadier, der den Caps wegen eines ungeahndeten Stockschlags für ein paar Wochen fehlen wird, rückte Mitch Hults ins Line-Up. Im Tor begann abermals Evan Cowley. In der dritten Minute war der 30-Jährige gleich zweimal gegen FTC-Topscorer Brady Shaw gefordert, verhinderte aber beide Male einen Gegentreffer. Das erste Drittel nahm nach einer Strafe gegen Leon Wallner wegen eines Stockschlags in der elften Minute etwas Tempo auf. Die Budapester kamen zu einigen guten Abschlüssen, Jesper Lindgren konnte beispielsweise direkt vor Cowley abschließen, doch der Caps-Goalie verhinderte den Gegentreffer mit teilweise starken Saves. Nach Wallners Rückkehr kam Carter Souch in der 15. Minute aus der zweiten Reihe zum Abschluss, gefährdete das Tor von FTC-Goalie Bence Balizs aber nicht wirklich. Die Gäste konterten in der 20. Minute über Shaw und Gordie Green. Die Hausherren konnten aus dieser Szene zwar nichts machen, doch Shaw kollidierte in dieser Szene 23 Sekunden vor Ende des Drittels mit dem Tor und Cowley, fasste dafür eine Strafe wegen Behinderung aus. Die Wiener übten noch vor der Sirene Druck auf die Ungarn aus, Linden Vey verfehlte das Tor mit seinem Abschluss aus vielversprechender Position.


Diesen Schwung konnten die Wiener allerdings nichts ins zweite Drittel mitnehmen, ein Backhander von Souch war das höchste der Gefühle, bevor Shaw zurückkehrte. Die Ungarn hatten in den darauffolgenden Minuten einige gute Möglichkeiten. Shaw verfehlte das Tor in Minute 23 aus guter Position, David Molnar scheiterte kurz darauf an Cowley. Der Nordamerikaner stoppte eine Minute später einen Gegenzug durch Zsombor Galajda. In der 25. Minute legte Scott Kosmachuk den Puck nach toller Vorarbeit für Simon Bourque ab, der Schuss des Verteidigers wurde allerdings geblockt. Randy Gazzola kam eine Minute später nach einem Doppelpass mit Benjamin Lanzinger zum Abschluss, Balizs sicherte den Puck. Ab der 31. Minute schnürten die Capitals die Hausherren im eigenen Drittel ein. Balizs parierte einige Abschlüsse, darunter von Zane Franklin. In der 33. Minute war der Ungar dann machtlos. Die Caps belohnten sich für ihre Drangphase mit dem Führungstreffer. Balizs parierte erst einen Schuss von Kosmachuk, FTC-Debütant Luke Green wollte die Scheibe annehmen, doch der Caps-Stürmer stocherte nach und schob den Puck ins Tor (33.). Die Freude über die Führung währte aber nicht lange, denn 34 Sekunden später glichen die Ungarn aus. Cowley konnte einen Abschluss von Tyler Coulter nur prallen lassen, Shaw setzte sich vor dem Caps-Tor gegen Lorenz Lindner durch und netzte ein (33.). In der 36. Minute musste Marek Hudec wegen eines Hakens für zwei Minuten vom Eis. Den Treffer erzielten allerdings die Ungarn. Cowley wollte den Puck auf der linken Seite spielen, sein Pass misslang allerdings und fiel vor die Schaufel von Coulter, der ins leere Tor traf (38./SH1). Kurz nach Hudecs Rückkehr musste Nelson Nogier wegen hohen Stocks für zwei Minuten aus dem Spiel, die Hausherren brachten in Überzahl allerdings nichts Nennenswertes zustande.


In der 44. Minute schloss Bourque eine schöne Kombination ab, der Kanadier scheiterte aber mit seinem One-Timer an Balizs. Die Wiener waren in den darauffolgenden Minuten das angriffslustigere Team, konnten die Scheibe aber lange nicht im gegnerischen Tor deponieren. Auf der anderen Seite machte Cowley seinen Schnitzer wieder gut, parierte unter anderem in der 49. Minute gegen Jussi Tammela stark. In der 55. Minute verlor Franklin die Scheibe und wollte einen Konter unterbinden, setzte dabei aber einen Stockschlag, der mit einer Zweiminutenstrafe sanktioniert wurde. Cowley parierte in Minute 55 gegen Lindgren, mehr ließen die Wiener in Unterzahl nicht zu. Elf Sekunden nach Franklins Rückkehr bereitete der Kanadier den Ausgleichstreffer vor. Vey schoss den Puck nach Querpass vor Balizs in die Maschen (57.). In der 58. Minute wurde Shaw von Cole Hults gefällt, ein weiteres Powerplay für die Hausherren war die Folge. Die beste Möglichkeit der Ungarn hatte Lindgren, der in Cowley erneut seinen Meister fand. Auf der anderen Seite konterten die Caps, aber ein langer Querpass von Christof Kromp konnte nicht verwertet werden. Kurz nach Hults' Rückkehr endete die reguläre Spielzeit.


In der Overtime fanden beide Teams Möglichkeiten vor. Shaw und Lindgren schossen den Puck jeweils über das Tor der Wiener, auf der anderen Seite parierte Balizs gegen Gazzola und Vey. Den Siegtreffer für das Team von Kevin Constantine erzielte Cole Hults. Kosmachuk scheiterte in der 64. Minute erst an Balizs, der Torhüter wollte die abgeblockte Scheibe aufnehmen und sichern, der Caps-Angreifer setzte im richtigen Moment nach und brachte den freien Puck zu Cole Hults, der nur mehr ins verwaiste Tor einschießen musste (64.). Das Tor wurde von den Unparteiischen überprüft, der Sieg der Capitals hatte aber Bestand. Laut offizieller Statistik gaben die Hausherren 32 Torschüsse ab, die Kagraner deren 42. Cowley beendete das Spiel mit einer Fangquote von 93,75 Prozent.

Das erste Drittel war ziemlich verhalten. Man hatte den Eindruck, dass sich beide Teams abtasteten und die neutrale Zone dichtmachten. Dadurch ist nicht sonderlich viel Offensive entstanden. Das hat sich im zweiten Drittel aber geändert. Wir hatten da einen Shift, in dem wir den Puck über zwei Minuten in ihrem Drittel gehalten haben und den Führungstreffer erzielt haben. In Führung zu gehen ist wichtig, doch leider sind wir nicht lange vorne geblieben. Wir hatten dann weitere Chancen und fanden ein Powerplay vor. Der Shorthander kam zum unglücklichsten Zeitpunkt, denn du hoffst natürlich, dass du in Überzahl selbst triffst und dich in eine gute Position für das Schlussdrittel bringst. Wir haben das aber abschütteln können und hatten im Schlussdrittel gute Chancen, obwohl sich Ferencvaros sehr zurückgezogen hat. Nach der Strafe gegen uns haben wir schnell nachgesetzt und ausgleichen können. In der Overtime haben wir den Siegtreffer erzielt, das ist ein schöner Sieg für uns. Wir spielen viel Eishockey in wenigen Tagen, das ist eine Herausforderung. Die Punkte heute waren sehr wichtig.

Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals

FTC-Telekom - Vienna Capitals 2:3 n. OT. (0:0, 2:1, 0:1, 0:1)

Tore FTC: Brady Shaw (33.), Tyler Coulter (38./SH1)

Tore Caps: Scott Kosmachuk (33.), Linden Vey (57.), Cole Hults (64.)


Line-Up Vienna Capitals

Goalies: #31 Evan Cowley | #1 Lennox Setzinger

1. Linie: #24 Simon Bourque, #8 Nelson Nogier - #62 Mitch Hults, #19 Linden Vey, #17 Scott Kosmachuk

2. Linie: #98 Cole Hults, #92 Lorenz Lindner - #44 Carter Souch, #9 Leon Wallner, #61 Zane Franklin

3. Linie: #5 Dominic Hackl, #13 Randy Gazzola - #37 Christof Kromp, #3 Armin Preiser, #42 Benjamin Lanzinger

4. Linie: #55 Raphael Wolf, #71 Erik Kirchschläger - #76 Sam Antonitsch, #49 Maximilian Theirich, #34 Felix Koschek


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