6.3.2026 / 22:24 Uhr
Capitals unterliegen Fehérvár nach Einbruch im Schlussdrittel
Die Vienna Capitals müssen sich Hydro Fehérvár AV19 am Freitagabend mit 3:7 geschlagen geben. Damit gleichen die Ungarn in der "Best of Three"-Pre-Playoff-Serie aus. Am Sonntag kommt es um 17.30 Uhr in der STEFFL Arena zum Entscheidungsspiel. Dabei starten die Caps gut ins Spiel, Carter Souch bringt die Wiener in der sechsten Minute im Powerplay in Führung. Csanad Erdely gleicht wenige Sekunden später in Unterzahl aus (6.). Jérémy Grégoire sorgt mit seinem Powerplaytor für den Vorsprung der Wiener zur ersten Pause (14./PP1). Darren Archibald gleicht kurz nach Wiederbeginn aus (23.). Die Capitals fackeln ihrerseits nicht lange und gehen direkt im Anschluss durch ein Tor von Leon Wallner wieder in Führung (24.). In der Schlussminute des zweiten Drittels gleichen die Hausherren durch ein Powerplaytor von Joel Messner aus (40./PP1). In der 43. Minute gehen die Ungarn durch Rasmus Kulmala erstmals in Führung (43.). Danach schwächen sich die Wiener mit Strafen selbst, die Hausherren nützen dies eiskalt aus. Tim Campbell (51./PP1), Max Gerlach (52./PP1) und Kristof Nemeth (56./PP1) sorgen für den letztendlich deutlichen Heimsieg.
Caps-Head-Coach Kevin Constantine nahm im Line-Up nur eine Änderung im Vergleich zum Spiel am Mittwoch vor. Der genesene Sebastian Wraneschitz agierte als Backup von Evan Cowley. Den ersten Torschuss des Spiels gab Verteidiger Dominic Hackl ab. Fehérvár-Goalie Rasmus Reijola konnte den Distanzschuss abfangen. Kristof Nemeth versuchte es kurz darauf aus spitzem Winkel, fand aber kein Vorbeikommen an Cowley. Donat Horvath tauchte in der vierten Minute vor dem Caps-Goalie auf, doch der Nordamerikaner war auf dem Posten. Kurz darauf wurde die erste Strafe gegen die Hausherren ausgesprochen. Roland Kiss wurde wegen eines Hakens und eines Crosschecks gegen Caps-Kapitän Linden Vey zweimal für je zwei Minuten ausgeschlossen. Die erste gute Möglichkeit in Überzahl fand zunächst Simon Bourque vor, doch der Verteidiger scheiterte an Reijola. Sechs Sekunden vor Ablauf der ersten Strafe traf Carter Souch vor dem Fehérvár-Goalie abgeklärt in die Maschen (6.). Wenige Sekunden später glichen die Gastgeber in Unterzahl aus, da Souch zuvor die Scheibe im Spielaufbau verlor. Csanad Erdely schob den Puck unter Cowley ein (6.). Vey zog in der siebten Minute per One-Timer von der linken Seite ab, Reijola packte zu. Das zweite Powerplay konnten die Wiener nicht nutzen, um anzuschreiben. Kiss kehrte in Minute acht zurück. In der elften Minute lag der Puck wieder im Tor der Gäste. Armin Preiser überwand Reijola aus dem Slot. Die Unparteiischen überprüften den vermeintlichen Treffer, verwehrten diesem aber wegen Torhüterbehinderung von Sam Antonitsch die Gültigkeit. Nach einem Scheibenverlust im Spielaufbau schalteten die Hausherren wieder schnell um. Erdely hatte diesmal aber das Nachsehen gegen Cowley. In der 13. Minute gab es die nächste Strafe gegen einen Akteur der Hausherren. Erdely musste wegen Hakens an Souch vom Eis. Jérémy Grégoire brachte die Wiener prompt wieder in Führung. Der Kanadier traf direkt vor Reijola ins Netz (14./PP1). Felix Koschek und Horvath gingen in Minute 16 zu hart gegeneinander vor. Beide Akteure wurden wegen übertriebener Härte in die Kühlbox gesteckt.
Souch kam kurz nach Wiederbeginn vor Reijola zum Abschluss, der Torjäger der Wiener scheiterte aber am Fehérvár-Keeper. In der 23. Minute schalteten die Hausherren schnell um. Darren Archibald traf vor Cowley aus kurzer Distanz (23.). Der Ausgleich währte allerdings nicht lange. Souch eroberte den Puck hinter dem gegnerischen Tor, Leon Wallner ließ Reijola aus kurzer Distanz keine Chance (24.). In der 27. Minute waren die Hausherren knapp am neuerlichen Ausgleich dran, Randy Gazzola kratzte den Puck aber von der Linie. In der 30. Minute wurden die nächsten Strafen ausgesprochen. Horvath wurde wegen eines Crosschecks bestraft, Grégoire wegen unsportlichen Verhaltens. Cowley konnte in der 31. Minute einen Abschluss von Archibald von der linken Seite entschärfen. Kevin Macierzynski kam in der 33. Minute plötzlich vor Reijola an die Scheibe, der gebürtige Vorarlberger konnte den Finnen mit der Backhand aber nicht überwinden. Kurz darauf scheiterte auch Souch an Reijola. In der 25. Minute kam Nate Kallen von der rechten Seite zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz. 1:34 Minuten vor Drittelende agierten die Caps erstmals in Unterzahl, da sie mit sechs Feldspielern auf dem Eis unterwegs waren. Souch büßte die Strafe ab. Joel Messner traf in der 40. Minute aus der Distanz zum neuerlichen Ausgleich.
In der 43. Minute gingen die Hausherren erstmals in der Pre-Playoff-Serie in Führung. Rasmus Kulmala lenkte einen Distanzschuss von Messner ab (43.). Die Unparteiischen überprüften das Tor wegen hohen Stocks bei der Torerzielung, der Treffer hatte allerdings Bestand. Eine Minute später gab es wieder eine Strafe gegen die Hausherren. Messner legte Zane Franklin mit einem Crosscheck. Im Powerplay blieben die Wiener allerdings weitgehend ungefährlich. Der Fehérvár-Verteidiger kehrte zurück, bevor ein Treffer fallen konnte. In der 49. Minute waren die Hausherren nah dran, doch Cowley konnte aus kurzer Distanz parieren. Marc-Olivier Duquette fasste in der 51. Minute eine Strafe wegen Spielverzögerung aus. Tim Campbell legte in Überzahl nach (51./PP1). Bourque bekam in der 52. Minute eine Fünf-Minuten-Strafe inkl. Spieldauerstrafe wegen eines Checks gegen den Kopf aufgebrummt. Max Gerlach traf fünf Sekunden nach Ausspruch der Sanktion (52./PP1). Nach einigen Minuten ohne nennenswerter Chancen kam Vey vor Reijola zum Abschluss, verfehlte aber das Tor. Kristof Nemeth legte in der 56. Minute einen weiteren Treffer für die Hausherren drauf (56./PP1). Lorenz Lindner, der Bourques Strafe absaß, kehrte in der 57. Minute zurück. Kurz darauf ging Grégoire etwas zu hart gegen seine Gegenspieler vor und kassierte zwei Zwei-Minuten-Strafen wegen übertriebener Härte. Trevor Cheek kam eine Minute später vor Cowley zum Abschluss, der Nordamerikaner parierte aber. In weiterer Folge passierte nichts mehr.
Das heutige Spiel hat einen etwas eigenartigen Verlauf genommen. Nach zwei Partien haben beide Teams zusammen 16 Tore geschossen, was etwas untypisch ist, wenn man bedenkt, dass beide Mannschaften normalerweise nicht sonderlich viele Treffer erzielen. Die Special Teams haben heute das Spiel bestimmt, auf beiden Seiten. Wir müssen einen Weg finden, öfter in Überzahl als in Unterzahl zu agieren, da ist Disziplin ein Faktor.
Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals
Hydro Fehérvár AV19 - Vienna Capitals 7:3 (1:2, 2:1, 4:0)
Tore Fehérvár: Csanad Erdely (6./SH1), Darren Archibald (23.), Joel Messner (40./PP1), Rasmus Kulmala (43.), Tim Campbell (51./PP1), Max Gerlach (52./PP1), Kristof Nemeth (56./PP1)
Tore Capitals: Carter Souch (6./PP1), Jérémy Grégoire (14./PP1), Leon Wallner (24.)
Line-Up Vienna Capitals
Goalies: #31 Evan Cowley | #30 Sebastian Wraneschitz
1. Linie: #24 Simon Bourque, #26 Nate Kallen - #23 Kevin Macierzynski, #19 Linden Vey, #25 Jérémy Grégoire
2. Linie: #5 Dominic Hackl, #13 Randy Gazzola - #44 Carter Souch, #9 Leon Wallner, #61 Zane Franklin
3. Linie: #55 Raphael Wolf, #28 Marc-Olivier Duquette - #34 Felix Koschek, #62 Mitch Hults, #42 Benjamin Lanzinger
4. Linie: #53 Ramón Schnetzer, #92 Lorenz Lindner - #76 Sam Antonitsch, #3 Armin Preiser, #37 Christof Kromp
Die Pre-Playoff-Serie im Überblick:
04.03.2026 | Vienna Capitals - Hydro Fehérvár AV19 5:1
06.03.2026 | Hydro Fehérvár AV19 - Vienna Capitals 7:3
08.03.2026 | Vienna Capitals - Hydro Fehérvár AV19