27.2.2026 / 23:06 Uhr

Capitals fixieren Heimrecht im Pre-Playoff und brechen Zuschauerrekord

Die Vienna Capitals sichern sich am Freitag durch einen 4:3-Shootoutsieg über Hydro Fehérvár AV19 das Heimrecht in den Pre-Playoffs. Jérémy Grégoire bringt die Wiener in der achten Minute mit einem Powerplaytor in Front (8./PP1). Ole Andersen trifft in Minute zehn zum Ausgleich, Dominic Hackl stellt die Führung der Hausherren nur neun Sekunden später wieder her (11.). Felix Koschek erhöht im Mittelabschnitt (24.). Durch Treffer von Justin Richards (35.) und Max Gerlach (53.) geht das Spiel in die Overtime, aus der ebenfalls kein Sieger hervorgeht. Im Shootout hält Sebastian Wraneschitz sein Tor sauber, auf der anderen Seite schießt Linden Vey die Wiener zum Sieg. Abseits des Sportlichen ist das heutige Heimspiel ein voller Erfolg. Zum zweiten Mal in Folge ist die STEFFL Arena restlos ausverkauft. Damit beenden die Vienna Capitals den Grunddurchgang mit einem Schnitt von 5.128 Zuseherinnen und Zusehern pro Heimspiel. Damit übertreffen die Caps die bisherige Grunddurchgangsbestmarke von 5.078 aus der Saison 2012/13. Am Sonntag steht für die Hauptstädter beim EC-KAC das letzte Grunddurchgangsspiel an (17.30 Uhr).

Im letzten Heimspiel des Grunddurchgangs gab Senna Peeters nach drei Spielen Pause sein Comeback. Das Trainerteam um Kevin Constantine musste hingegen verletzungsbedingt auf Erik Kirchschläger, Nelson Nogier und Marco Richter verzichten. Der zuletzt verletzte Scott Kosmachuk fiel erkrankt aus. Im Tor begann erneut Sebastian Wraneschitz. In der dritten Minute trugen die Caps einen ansehnlichen Angriff über Linden Vey, Peeters und Jérémy Grégoire vor. Beim Abschluss des Kanadiers wurde allerdings das Tor der Gäste verschoben. Nach dem anschließenden Face-Off zwang Grégoire Fehérvár-Goalie Rasmus Reijola zu einer Parade. Noch in der dritten Minute wurde die erste Strafe gegen einen Akteur der Ungarn ausgesprochen. Justin Richards wurde wegen Beinstellens an Peeters bestraft. Simon Bourque brachte einen Distanzschuss auf das gegnerische Tor, wo Reijola eingriff. Der Finne behielt auch in der fünften Minute bei einem One-Timer durch Zane Franklin den Überblick. Kurz darauf kehrte Richards wieder auf das Eis zurück. Carter Souch probierte es in der siebten Minute nach einer tollen Kombination, scheiterte aber an Reijola. Im Zuge dieser Aktion schlug Roland Kiss den Puck im eigenen Drittel über das Glas und wanderte dafür prompt wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. Souch zog in der sechsten Minute aus vielversprechender Position ab, verfehlte aber das Tor. Kurz darauf lag die Scheibe dann im Kasten der Gäste. Grégoire beförderte den Puck vor Reijola in die Maschen (8./PP1). Benjamin Lanzinger schloss eine Minute später aus dem Rückraum ab, traf aber nur die Latte. Selbiges Kunststück gelang Bence Stipsicz in der zehnten Minute. Kurz darauf lag die Scheibe auch im Tor der Wiener. Ole Andersen schoss den Puck aus der Distanz in die Maschen. Die Caps drängten auf den Videobeweis, da es im Aufbau verdächtig nach Abseits aussah. Die Offiziellen blieben jedoch auch nach Ansicht der Bilder bei ihrer Entscheidung. Es dauerte allerdings nur neun Sekunden, bis die Führung der Wiener wiederhergestellt war. Dominic Hackl überwand Reijola mit einem Distanzschuss (11.). Kurz darauf nahm wieder ein Spieler der Gäste auf der Strafbank Platz. Donat Horvath setzte einen Crosscheck gegen Felix Koschek, der davor einen harten, aber fairen Check gegen einen Fehérvár-Akteur lanciert hatte. Souch probierte es in der 13. Minute aus spitzem Winkel, traf allerdings nur Aluminium. Kurz nach einem Abschluss von Mitch Hults waren die Gäste wieder komplett. In der 15. Minute wurde Sam Antonitsch wegen des leisesten Verdachts auf Halten bestraft. Leon Wallner verhinderte kurz nach Beginn des Fehérvár-Powerplays einen Querpass und zog auf Reijola zu, der Wiener wurde jedoch fair an einem Abschluss gehindert. Die Capitals ließen in Unterzahl keinen Torschuss zu, hielten sich dementsprechend schadlos. Kiss versuchte es in der 18. Minute per Distanzschuss, Wraneschitz mit dem Save. Csanad Erdely kam in der 20. Minute vor dem Caps-Goalie zum Abschluss, doch dieser verhinderte den Ausgleich. 


In der 21. Minute wurde Souch von Vey in Szene gesetzt. Der Kanadier rauschte aber vor dem Abschluss in Reijola. Deswegen wurde der beste Torschütze der Capitals mit einer Zwei-Minuten-Strafe wegen Torhüterbehinderung belegt. Während das Powerplay der Gäste zwei Minuten lang harmlos dahinsiechte, wurde es nach Souchs Rückkehr gefährlich. Wraneschitz behielt allerdings aus kurzer Distanz den Überblick. In der 24. Minute legten die Wiener nach. Koschek setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und netzte vor Reijola ein (24.). Gleich in der nächsten Aktion kam der 20-Jährige wieder von der linken Seite zum Abschluss. Diesmal blieb der Finne im Tor der Gäste Sieger. Bourque eroberte den Puck in der 27. Minute und legte auf die linke Seite zu Grégoire ab. Der Abschluss des 30-Jährigen landete aber in der Fanghand von Reijola. Istvan Terbocs lenkte in der 31. Minute den Puck ungefährlich ab, Wraneschitz war zur Stelle. Kurz darauf wurde Lorenz Lindner mit einer Zwei-Minuten-Strafe wegen eines Crosschecks belegt. Einmal mehr ließ das Powerplay der Gäste jegliche Gefahr vermissen. Zwei Distanzschüsse durch Janos Hari waren das Höchste der Gefühle. Nach Lindners Rückkehr konterten die Wiener, der zuvor bestrafte Verteidiger erreichte einen Grégoire-Querpass vor Reijola aber nicht. In der 35. Minute setzte sich Richards gegen Randy Gazzola durch und feuerte den Puck ins lange Eck. Beim anschließenden Face-Off wollten die Unparteiischen Beinstellen durch Antonitsch erkannt haben, weshalb eine Zwei-Minuten-Strafe ausgesprochen wurde. Im anschließenden Powerplay waren die Gäste wieder nur bedingt gefährlich. Erneut hielten sich Wiener in Unterzahl schadlos. 


Richards versuchte es in der 41. Minute, fand diesmal aber kein Vorbeikommen an Wraneschitz. Horvath kam in der 43. Minute von der rechten Seite zum Abschluss, verfehlte aber das Tor. Armin Preiser nahm Erdely den Puck in der 46. Minute ab, der Abschluss war allerdings zu harmlos, um Reijola zu überwinden. Hults versuchte es kurz darauf mit der Backhand, wieder war beim Finnen Endstation. In der 47. Minute riss Anze Kuralt Caps-Kapitän Vey aufs Eis. Eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Haltens war die Konsequenz. Im anschließenden Powerplay fanden die Wiener zwei ordentliche Möglichkeiten durch Souch und Hults vor, Reijola verhinderte aber beide Male einen Gegentreffer. Maximilian Theirich kam in der 50. Minute aus dem Slot zum Abschluss, der Fehérvár-Goalie konnte den Puck gerade noch ablenken, wie auch einen Schuss von Wallner wenige Sekunden später. Raphael Wolf ließ kurz darauf einen Distanzschuss los, verfehlte das Tor nur knapp. In der 53. Minute fuhr Max Gerlach allein auf Wraneschitz zu und versenkte den Puck zum Ausgleich. Zwei Minuten später wurde die nächste Strafe gegen einen Akteur der Wiener ausgesprochen. Vey wurde wegen Bandenchecks auf die Strafbank geschickt. In der 56. Minute stand Darren Archibald zum Einschuss bereit, konnte den Puck aber nicht auf das Tor der Wiener lenken. In der 58. Minute schickten die Unparteiischen Hults wegen übertriebener Härte und Tim Campbell wegen Behinderung vom Eis. Die Capitals drängten in den Schlussminuten auf den Siegtreffer, dieser sollte aber nicht fallen.


Gefährliches war in der Overtime Mangelware. Erst ein Abschluss von Souch in der 64. Minute zwang Reijola zu einem Save. Da auch in der Verlängerung kein Tor fallen sollte, musste die Entscheidung im Shootout gefällt werden.


Den ersten Versuch der Gäste schoss Archibald vor Wraneschitz ans Hallendach. Souch scheiterte auf der anderen Seite an Reijola. Haris Abschluss im Anschluss landete in Wraneschitzs Fanghand. Hults brachte den Puck danach auch nicht an Reijola vorbei. Richards fand mit dem dritten Versuch in Wraneschitz seinen Meister. Caps-Kapitän Vey setzte dem Penaltyschießen mit seinem Treffer ein Ende und sicherte den Wienern den Zusatzpunkt. Laut offizieller Statistik gaben die Caps 32 Torschüsse ab, die Gäste deren 27. 

Es ist schön, dass wir uns den Sieg sichern konnten. Das Tor von Vey im Shootout war richtig sehenswert. Wir sind gut ins Spiel gekommen. Unsere Antwort auf ihr erstes Tor hat mir sehr gut gefallen. Nach dem Ausgleich haben wir gleich wieder die Führung hergestellt. Das Powerplay hat ein Tor kreiert, das Penaltykilling hat einen guten Job gemacht. Es gab also einiges, mit dem ich zufrieden bin. Dennoch hätten wir uns hier drei Punkte gewünscht. Das hätte unser Leben deutlich einfacher gemacht. Jetzt müssen wir den Sonntag abwarten. Insgesamt war es ein solider Sieg für uns. Schön, dass wir heute den Heimvorteil in den Pre-Playoffs fixieren konnten.

Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals

Vienna Capitals - Hydro Fehérvár AV19 4:3 n. SO. (2:1, 1:1, 0:1, 0:0, 1:0)

Tore Caps: Jérémy Grégoire (8./PP1), Dominic Hackl (11.), Felix Koschek (24.), Linden Vey (65./PS)

Tore Fehérvár: Ole Andersen (10.), Justin Richards (35.), Max Gerlach (53.)


Line-Up Vienna Capitals

Goalies: #30 Sebastian Wraneschitz | #31 Evan Cowley

1. Linie: #24 Simon Bourque, #26 Nate Kallen - #37 Christof Kromp, #19 Linden Vey, #25 Jérémy Grégoire

2. Linie: #5 Dominic Hackl, #13 Randy Gazzola - #44 Carter Souch, #9 Leon Wallner, #61 Zane Franklin

3. Linie: #55 Raphael Wolf, #28 Marc-Olivier Duquette - #34 Felix Koschek, #62 Mitch Hults, #42 Benjamin Lanzinger

4. Linie: #82 Senna Peeters, #92 Lorenz Lindner - #76 Sam Antonitsch, #49 Maximilian Theirich, #3 Armin Preiser


Die nächsten Spiele der Vienna Capitals

01.03.2026 | EC-KAC - Vienna Capitals

04.03.2026 | Vienna Capitals - Pre-Playoff-Gegner

06.03.2026 | Pre-Playoff-Gegner - Vienna Capitals

08.03.2026 | Vienna Capitals - Pre-Playoff-Gegner (falls notwendig)


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