9.10.2026 / 21:43 Uhr

Vienna Capitals unterliegen in Budapest

Am Freitagabend verlieren die Vienna Capitals in Budapest bei FTC-Telekom mit 2:3. Caps-Topscorer Jakob Lilja bringt die Wiener dabei schon in der dritten Minute in Führung. Jeweils zu Beginn des zweiten und des dritten Drittels kassieren die Caps frühe Gegentore in Unterzahl. Carter Savoie (22./PP1) und Aku Kestila (41./PP1) treffen für die Ungarn im Powerplay. Gergely Toth erhöht im Schlussabschnitt (52.). Der Anschlusstreffer der Wiener kommt zu spät. Linden Vey kann 54 Sekunden vor Spielende nur mehr Ergebniskosmetik betreiben (60.). Am Sonntag empfangen die Capitals den HC Falkensteiner Pustertal in der neuro.io arena. Spielbeginn ist aufgrund des stattfindenden Kids Days presented by Dreh und Trink bereits um 16.00 Uhr.

Marco Richter konnte heute gegen FTC-Telekom sein Comeback feiern. Der Angreifer verletzte sich im vergangenen November in Budapest schwer. Elf Monate später konnte der 30-Jährige, der in der Zwischenzeit eine weitere Unterkörperverletzung überstand, wieder an einem Pflichtspiel mitwirken. Verletzt fehlten Benjamin Lanzinger, Nelson Nogier, Raphael Wolf und Sebastian Wraneschitz. Im Tor begann abermals der Schwede Adam Reideborn. Die Capitals erwischten in der Stachelhalle einen Auftakt nach Maß. Nach nur drei Minuten lenkte Jakob Lilja einen Distanzschuss von Nick Bailen ins Gehäuse der Ungarn ab. Die Caps blieben daraufhin am Drücker, Linden Vey und Simon Bourque konnten FTC-Goalie Kristof Nagy aber nicht überwinden. In der achten Minute gab es das erste Powerplay für die Caps, denn Jesper Lindgren musste wegen eines Stockschlags vom Eis. Konstantin Komarek fand eine Topmöglichkeit vor, konnte den Puck aber auf kurzer Distanz nicht ins leere Tor bringen. Die Ungarn konterten zweimal in Unterzahl, bei Reideborn war aber jeweils Schluss. Da auch Leon Wallner in Minute neun nicht traf, blieb das Caps-Powerplay ohne Treffer. Mit der zweiten Hälfte des Drittels wurde Ferencvaros etwas stärker. Ferenc Laskawy und Gergely Toth scheiterten mit ihren Möglichkeiten an Reideborn. In der 15. Minute gab es die erste Strafe gegen die Caps. Dominic Hackl musste wegen Haltens vom Eis. In diesem Penalty Kill gaben die Wiener eine gute Figur ab, die Ungarn blieben ohne Treffer.


Gleich zu Beginn des Mitteldrittels handelte sich Vey eine Zweiminutenstrafe wegen Haltens ein. Diesmal nutzten die Ungarn ihr Powerplay. Carter Savoie kam nach einem Querpass zum Abschluss und feuerte das Spielgerät per One-Timer in die Maschen (22.). Die Caps reagierten gut auf den Gegentreffer und versuchten gleich wieder ihr Glück in der Offensive. Scott Kosmachuk und Bailen probierten es in Minute 23 erfolglos. In weiterer Folge schnürten die Wiener den Gegner minutenlang im eigenen Drittel ein. Brandgefährliches wurde allerdings nicht herausgespielt. In der 28. Minute scheiterte Felix Koschek mit einem seiner vielen Abschlüsse an Nagy. Drei Minuten später spielte die dritte Linie um Koschek, Wallner und Senna Peeters einen Gegenzug gegen einen FTC-Verteidiger unsauber zu Ende. Auf der anderen Seite musste Reideborn in Minute 33 wieder mit einem starken Save aushelfen. Lorenz Lindner verlor den Puck im eigenen Drittel, Savoie zog ab, aber der Caps-Goalie war zur Stelle. In weiterer Folge stoppte Nagy Möglichkeiten durch Shane Gersich, Koschek und Bourque. 50 Sekunden vor Drittelende wurde Jérémy Grégoire wegen übertriebener Härte ausgeschlossen.


Das rächte sich praktisch nach Wiederbeginn. Die Hausherren zogen schnell in die Zone der Wiener. Die vier Feldspieler der Caps verloren Aku Kestila komplett aus den Augen. Nach nur 16 im Schlussdrittel gespielten Sekunden brachte der Finne sein Team aus dem Slot erstmals in Führung (41./PP1). Eineinhalb Minuten später wurde Toth wegen Haltens aus dem Spiel genommen. Erneut verlief das Caps-Powerplay harmlos. In Minute 47 packte Nagy gegen Lilja zu. Eine Minute später rettete Reideborn gegen den allein auf ihn zufahrenden Jussi Tammela. Die Wiener arbeiteten in den darauffolgenden Minuten intensiv am Ausgleich, doch die Hausherren legten stattdessen noch einen drauf. Toth krönte eine kurze Drangphase der Ungarn mit einem Distanzschuss, der in der 52. Minute hinter Reideborn einschlug. In der 55. Minute gab es eine weitere Strafe gegen die Ungarn, diesmal gegen Topi Rönni wegen Beinstellens. Abschlüsse durch Gersich und Kosmachuk waren allerdings das höchste der Gefühle. In der 58. Minute vergaben die Ungarn gleich zwei hochkarätige Möglichkeiten auf die Vorentscheidung. Auf der anderen Seite gingen die Wiener rund eineinhalb Minuten vor Spielende mit dem sechsten Feldspieler ans Werk. 54 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit lenkte Vey ein Grégoire-Zuspiel vor Nagy erfolgreich ab. Der Ausgleich sollte den Wienern allerdings nicht mehr gelingen. Die Caps gaben insgesamt 27 Torschüsse ab, die Hausherren deren 23.

Unser Start war gut. Wir haben das erste Tor geschossen und mit Selbstvertrauen gespielt. Dann haben wir einige sehr gute Chancen im ersten Drittel gehabt. Da dachte ich mir, dass wir im zweiten Drittel unsere Leistung noch steigern würden. Wir haben im zweiten Abschnitt ordentlich gespielt, viel Zeit in der Offensivzone verbracht. Doch wir müssen die Tore erzielen, ganz ehrlich. Unser Penalty Killing hat heute seinen Job nicht gemacht. Mit dem 1:1 nach 20 Minuten konnte ich leben, vor allem in einem Auswärtsspiel. Wir hatten gute Chancen, da war meine Erwartungshaltung, dass wir noch sehr solide 20 Minuten zusammenbasteln würden. Doch dann haben wir gleich in der ersten Minute ein Gegentor in Unterzahl kassiert und sind hinterhergelaufen. Am Ende haben wir im Sechs-gegen-Fünf das 2:3 erzielt, aber das war zu wenig zu spät. Wir brauchen Secondary Scoring. Das müssen wir am Sonntag besser machen.

Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals

FTC-Telekom - Vienna Capitals 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)

Tore FTC: Carter Savoie (22./PP1), Aku Kestila (41./PP1), Gergely Toth (52.)

Tore Capitals: Jakob Lilja (3.), Linden Vey (60.)


Line-Up Vienna Capitals

Goalies: #39 Adam Reideborn | #36 Max Zimmermann

1. Linie: #22 Ramón Schnetzer, #7 Nick Bailen - #15 Jakob Lilja, #19 Linden Vey, #25 Jérémy Grégoire

2. Linie: #24 Simon Bourque, #92 Lorenz Lindner - #10 Shane Gersich, #67 Konstantin Komarek, #17 Scott Kosmachuk

3. Linie: #5 Dominic Hackl, #13 Devin Steffler - #34 Felix Koschek, #9 Leon Wallner, #82 Senna Peeters

4. Linie: #76 Sam Antonitsch, #37 Christof Kromp, #81 Marco Richter


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