2.10.2026 / 22:40 Uhr

Capitals feiern Shutout-Sieg über Innsbruck

Die Vienna Capitals feiern am Freitagabend einen ungefährdeten 4:0-Heimsieg über den HC TIWAG Innsbruck. Erneut steht das exzellente Powerplay der Wiener im Fokus. Jérémy Grégoire (12./PP1, 44./PP1) und Jakob Lilja (17./PP1) wandeln drei der vier Überzahlsituationen der Caps in Tore um. Lilja setzt mit seinem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt (59./EN). Adam Reideborn verzeichnet mit 28 Saves sein erstes Pflichtspiel-Shutout für die Capitals. Für die Hauptstädter ist es saisonübergreifend der zehnte Sieg in Folge gegen die Haie. Am Sonntag sind die Vienna Capitals beim EC iDM Wärmepumpen VSV im Einsatz. (17.30 Uhr).

Das Trainerteam um Mike Stewart musste heute auf die verletzten Benjamin Lanzinger, Nelson Nogier, Marco Richter, Sebastian Wraneschitz und Raphael Wolf verzichten. Bei Letzterem wurde gestern Nachmittag eine Oberkörperverletzung, die eine Operation nach sich ziehen wird, diagnostiziert. Im Caps-Tor begann heute der Schwede Adam Reideborn. Die Capitals hatten in den ersten Minuten des ersten Drittels das Heft des Handelns in der Hand. Den ersten Abschluss des Spiels fanden die Wiener durch Lorenz Lindner vor. Haie-Goalie Sam Harvey konnte den Distanzschuss jedoch entschärfen. Brett Davis versuchte es eine Minute später auf der anderen Seite, konnte Reideborn aber nicht bezwingen. Nach einem Zuspiel von Scott Kosmachuk bediente Shane Gersich Caps-Verteidiger Nick Bailen. Der US-Amerikaner konnte das hohe Anspiel seines Landsmanns vor Harvey aber nicht ordentlich kontrollieren. Felix Koschek lenkte einen Lindner-Distanzschuss ab, wieder war der Haie-Goalie zur Stelle. In der elften Minute wurde die erste Strafe gegen die Gäste ausgesprochen. Philipp Lindner verlor den Puck an Jérémy Grégoire und konnte sich nur mit einem Crosscheck helfen. Kosmachuk probierte es in Überzahl von der linken Seite, Harvey fuhr allerdings die Fanghand aus. In Minute zwölf war der Haie-Goalie erfolgreich bezwungen. Linden Vey bediente den vor dem Tor positionierten Grégoire, der die Scheibe über die Linie brachte (12./PP1). Kurz darauf wurde Christof Kromp wegen Beinstellens auf die Strafbank befördert. Sebastian Benker versuchte es in der 13. Minute, scheiterte aber an Reideborn. Kurz vor Ende des Powerplays sicherte der Schwede einen Schlagschuss von Philipp Lindner. Trotz einiger Möglichkeiten blieb das HCI-Überzahlspiel ohne Treffer. In der 16. Minute wurde die nächste Strafe gegen einen Haie-Akteur ausgesprochen. Lukas Bär musste wegen übertriebener Härte vom Eis. In Minute 17 schlug es wieder hinter Harvey ein. Jakob Lilja lenkte ein scharfes Bailen-Zuspiel unhaltbar unter die Latte. 40,9 Sekunden vor Drittelende wurden Strafen gegen beide Teams ausgesprochen. Vey musste wegen Beinstellens vom Eis, Nikita Scherbak wegen unsportlichen Verhaltens, da der Russe sehr leicht auf Eis ging.


Den ersten Torschuss des Mitteldrittels fanden die Gäste in Form von Kurzzeit-Caps-Stürmer Kevin Macierzynski vor. Reideborn konnte den Puck allerdings locker abfangen. Senna Peeters kam in der 25. Minute direkt vor Harvey zum Abschluss, verfehlte allerdings den Kasten. Grégoire probierte es eine Minute später, diesmal blieb Harvey Sieger. In der 29. Minute musste das Spiel unterbrochen werden, da Joel Messner vom Puck im Gesicht getroffen wurde. Der Haie-Verteidiger trat daraufhin den Weg in die Kabine an. Messner konnte in weiterer Folge aber wieder am Spielgeschehen teilnehmen. In der 31. Minute bediente Kosmachuk seinen Linienkollegen Konstantin Komarek. Der Wiener ließ Harvey aussteigen, sein Schuss auf das leere Tor wurde jedoch über das Gehäuse abgefälscht. Koschek kam in der 33. Minute vor dem gegnerischen Tor zum Abschluss, konnte Harvey aber nicht gefährden. Quinn Wichers und Marcel Witting kamen eine Minute später vor Reideborn zum Abschluss, der Schwede hielt sein Tor aber weiter sauber. In der 36. Minute wurde die zweite Strafe gegen die Caps ausgesprochen. Diesmal erwischte es Simon Bourque wegen Stockschlags. Justin Richards probierte es in Minute 37, doch erneut war Reideborn zur Stelle. Kurz darauf feuerte Macierzynski aus kurzer Distanz weit über das Tor. Die Caps hielten sich in Unterzahl erneut schadlos. Auf der anderen Seite scheiterte Vey in Minute 38 nach einer schönen Kombination an Harvey. 


Nach nur 17 im Schlussdrittel absolvierten Sekunden wurde Macierzynski wegen Haltens auf die Strafbank geschickt. Die Capitals fanden durch Gersich, Bailen und Lilja Abschlüsse vor, doch Harvey konnte einen weiteren Gegentreffer in Unterzahl verhindern. In der 43. Minute waren die Haie wieder in Unterzahl, weil Messner wegen Beinstellens belangt wurde. Diesmal schlug das Powerplay der Wiener wieder zu. Grégoire stocherte den Puck aus kurzer Distanz über die Linie (44./PP1). Eine Minute später gab es wieder eine Strafe gegen die Wiener. Sam Antonitsch musste wegen hohen Stocks auf die Strafbank. Nachdem Benker allein an Landsmann Reideborn scheiterte, konterten die Caps über Koschek, doch der Wiener kam an Harvey nicht vorbei. Benker kam kurz darauf direkt vor Reideborn zum Abschluss, erneut behielt der Caps-Goalie das bessere Ende für sich. Die Capitals blieben erneut ohne Gegentreffer in Unterzahl. Kosmachuk versuchte es in Minute 48 erneut, verfehlte aber das gegnerische Tor. Michael Kernberger kam in der 51. Minute vor das Caps-Tor. Den ersten Abschluss sicherte Reideborn, den Nachschuss konnte der Haie-Verteidiger nicht im Tor unterbringen. Rund dreieinhalb Minuten vor Spielende ging Harvey für einen weiteren Angreifer vom Eis. Lilja machte in der 59. Minute mit dem ersten Empty-Net-Treffer der Caps in dieser Saison den Deckel drauf. Kurz darauf sicherte Reideborn einen Schuss von Niklas Bretschneider und damit sein erstes Liga-Shutout. 

Wir sind vom ersten Bully weg gleich gut rausgekommen. Wir haben mit Energie gespielt. Man hat auch sehen können, dass wir unseren Speed genutzt haben. Im ersten Drittel haben wir unsere Powerplays super ausgenutzt. Das hat unsere Fans ins Spiel gebracht und hat uns Momentum gegeben. Wir hätten da schon mit 3:0 oder 4:0 führen können, aber der gegnerische Goalie war heute sehr stark. Im zweiten Abschnitt hat Innsbruck die Busbeine abgelegt, da waren sie deutlich besser. Beide Mannschaften hatten gute Möglichkeiten, aber wir waren in unserem eigenen Drittel etwas unachtsam. In den letzten 20 Minuten haben wir wieder Gas gegeben und noch ein Powerplaytor geschossen. Die Innsbrucker sind dann all-in gegangen, wir haben gegen den Extra-Angreifer super verteidigt und einen Empty Netter geschossen. Adam Reideborn war heute ausgezeichnet. Für seine gute Arbeit ist er mit einem Shutout belohnt worden.

Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals

Vienna Capitals - HC TIWAG Innsbruck 4:0 (2:0, 0:0, 2:0)

Tore Capitals: Jérémy Grégoire (12./PP1, 44./PP1), Jakob Lilja (17./PP1, 59./EN)


Line-Up Vienna Capitals

Goalies: #39 Adam Reideborn | #36 Max Zimmermann

1. Linie: #22 Ramón Schnetzer, #7 Nick Bailen - #15 Jakob Lilja, #19 Linden Vey, #25 Jérémy Grégoire

2. Linie: #24 Simon Bourque, #92 Lorenz Lindner - #10 Shane Gersich, #67 Konstantin Komarek, #17 Scott Kosmachuk

3. Linie: #5 Dominic Hackl, #13 Devin Steffler - #34 Felix Koschek, #9 Leon Wallner, #82 Senna Peeters

4. Linie: #76 Sam Antonitsch, #37 Christof Kromp, #11 Lukas Zach-Kiesling


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