
23.9.2026 / 22:58 Uhr
Capitals gewinnen gegen Fehérvár im Shootout
Die Vienna Capitals sichern sich im ersten Heimspiel der neuen Saison einen 3:2-Shootout-Sieg über Hydro Fehérvár AV19. Die Gäste gehen durch Anze Kuralt (14.) und Bence Paterka (36.) zweimal in Führung. Doch auch die Ungarn finden kein Rezept gegen das beste Powerplay der win2day ICE Hockey League. Bei numerischer Überzahl treffen Jakob Lilja (19./PP1) und Shane Gersich (36./PP1) jeweils zum Ausgleich. Im Shootout versenken Scott Kosmachuk und Gersich die beiden Versuche der Wiener. Auf der anderen Seite pariert Caps-Goalie Adam Reideborn gegen Istvan Terbocs und Trevor Cheek. Am Freitag geht es für die Vienna Capitals, die nach drei Spielen fünf Punkte auf dem Konto haben, bei Meister Moser Medical Graz99ers weiter. Spielbeginn ist um 18.30 Uhr.
Caps-Head-Coach Mike Stewart bot im ersten Heimspiel der neuen Saison dasselbe Lineup wie in den ersten beiden Spielen auf. Konstantin Komarek, Nelson Nogier, Marco Richter, Ramón Schnetzer und Sebastian Wraneschitz fehlten verletzt. Im Tor begann erneut der Schwede Adam Reideborn. Die Capitals legten wie die Feuerwehr los, nach nur 35 Sekunden traf Jakob Lilja mit dem ersten Abschluss die Stange. Wenige Sekunden später verzog Scott Kosmachuk. Nach Vorlage von Christof Kromp zog Devin Steffler in Minute sechs aus dem Rückraum ab, scheiterte aber an Fehérvár-Goalie Rasmus Reijola. In der achten Minute gaben die Gäste den ersten gefährlichen Schuss ab. Bence Stipsicz verfehlte allerdings Reideborns Kasten. In der elften Minute kam Simon Bourque im Slot vor Reijola zum Abschluss, die Scheibe flog allerdings ins Fangnetz. Kurz darauf wurde die erste Strafe des Spiels ausgesprochen. Kosmachuk wurde wegen Hakens bestraft. Die besten Möglichkeiten der Überzahl fanden Istvan Terbocs und Rasmus Kulmala aus kurzer Distanz vor. Reideborn hielt seinen Kasten aber sauber. Dominic Hackl setzte Jérémy Grégoire in der 14. Minute mit einem langen Pass in Szene, der Kanadier scheiterte aber mit seinem Abschluss an Reijola. Kurz darauf gingen die Gäste in Führung. Bourque und Lorenz Lindner konnten einen langen Pass nicht klären, Anze Kuralt schoss das Spielgerät aus dem Slot ein (14.). In der 18. Minute wurde die erste Strafe gegen einen Spieler der Gäste ausgesprochen. Viktor Persson wurde wegen hohen Stocks ausgeschlossen. Wie bereits in Innsbruck schlug das Caps-Powerplay zu. Jakob Lilja versenkte die Scheibe nach einer traumhaften Kombination aus dem Slot (19./PP1). Kurz darauf wären die Caps fast in Führung gegangen. Die Scheibe lag im Torraum hinter Reijola frei, doch die Gäste konnten gerade noch klären.
In der 22. Minute gab es die nächste Strafe gegen die Caps. Shane Gersich wurde wegen Beinstellens bestraft. Erneut verteidigten die Caps in Unterzahl souverän. Bis auf Schüsse von Kulmala und Justin MacPherson wurden die Gäste nicht gefährlich. MacPherson konnte nach Ablauf der Strafe vor das Tor der Caps durchbrechen und wurde per Haken gestoppt. Die Konsequenz daraus war ein Penaltyshot, den der Gefoulte nicht an Reideborn vorbeibrachte. Nach Gersich-Vorlage verfehlte Kosmachuk in Minute 25 das gegnerische Tor. Im Anschluss hatten die Caps eine minutenlange Drangphase. In dieser scheiterten unter anderem Grégoire und Nick Bailen an Reijola. In der 31. Minute wurden die Gastgeber wieder bestraft. Diesmal erwischte es Hackl wegen Beinstellens. Erneut verteidigten die Caps in Unterzahl konsequent. Ungefährliche Schüsse von Janos Hari und Trevor Cheek waren für die Gäste das höchste der Gefühle. Lilja zog in der 34. Minute vor das Tor, Reijola verhinderte den Doppelpack des Schweden. Eine Minute später verfehlte der Schwede nach Vey-Vorlage per One-Timer das Gehäuse. In der 36. Minute gingen die Gäste wieder in Führung. Nach einem Persson-Schuss staubte Bence Paterka ab. Wenige Sekunden später wurde die nächste Strafe gegen einen Akteur der Gäste ausgesprochen. Hari wurde wegen eines Stockschlags bestraft. Diesmal dauerte es nur 27 Sekunden, bis die Scheibe wieder im Gäste-Kasten lag. Grégoire brachte den Puck vor Reijola zu Gersich, der die Scheibe im Tor unterbrachte (37./PP1). Bailen gab in der 39. Minute einen gefährlichen One-Timer ab, aber der Fehérvár-Goalie konnte diesen entschärfen.
In der 42. Minute zog Felix Koschek vor das Tor der Gäste, scheiterte aber an Reijola. Eine Minute später versuchte es Vey aus kurzer Distanz, wurde aber vom finnischen Schlussmann der Gäste gestoppt. Kosmachuk schoss in der 46. Minute aus dem Rückraum, doch der Schuss wurde über das Glas abgefälscht. Kurz darauf rutschte Leon Wallner hinter dem eigenen Tor aus und krachte hart in die Bande. Nach einer kurzen Behandlungspause konnte der WM-Teilnehmer ein paar Minuten später wieder beim Spielgeschehen mitmachen. In der 47. Minute war es wieder Vey, der über das gegnerische Tor schoss. Eine Minute scheiterte Kosmachuk von der rechten Seite an Reijola. Gersich nahm Kolos Feher in der 53. Minute die Scheibe ab, mit seinem anschließenden Abschluss scheiterte der US-Amerikaner an Reijola. Nach einem Scheibenverlust durch Kosmachuk kamen die Gäste in der 56. Minute zu Abschlüssen, doch Reideborn blieb stabil. Im Gegenzug scheiterte Gersich nach schnellem Umschalten an Reijola. Eine Minute später verschob der Finne sein Tor, die Scheibe, die auf dem Weg über die Linie war, blieb am Pfosten hängen. Die Szene wurde im Nachgang per Videobeweis überprüft, ein Treffer aber nicht gegeben. Nach einem Lilja-Abschluss konterten die Gäste, doch Csanad Erdely scheiterte an Reideborn. Bailen zog kurz vor Schluss ab, Reijola parierte, auch der Nachschuss von Grégoire fand nicht den Weg in die Maschen.
Den ersten Schuss der Overtime gab Terbocs ab, der war für Reideborn allerdings leichte Beute. In der 62. Minute hielt der Schwede die Caps gegen Kristof Nemeth im Spiel. Nach einem Schuss von Bailen kam Kosmachuk in der 62. Minute vor Reijola an die Scheibe, konnte den Finnen aber nicht überwinden. Nach einem Fehlpass von Lilja konnte Hari in der 64. Minute allein auf Reideborn zufahren, doch erneut war es der Caps-Goalie, der Sieger blieb.
Den ersten Penalty des Shootouts nahm Kosmachuk, der Reijola verlud. Im Gegenzug scheiterte Terbocs an Reideborn. Danach blieb auch Gersich gegen den Fehérvár-Goalie cool. Da Cheek im Anschluss gegen Reideborn vergab, gingen die Caps als Sieger vom Eis.
Unser Start in dieses Spiel war hervorragend. Wir haben mit viel Spritzigkeit und Energie gespielt. Leider sind wir mit 0:1 in Rückstand geraten, aber unsere Antwort war relativ prompt. Wir haben im Powerplay das 1:1 erzielt. Im zweiten Drittel war die Story ähnlich. Wir haben das Spielgeschehen kontrolliert und teilweise dominiert, aber wieder hat Fehérvár praktisch aus dem Nichts ein Tor geschossen. Unsere Antwort darauf war auch wieder stark. Im letzten Drittel waren wir am Drücker. Ich muss aber auch sagen, dass der gegnerische Tormann sehr gut gehalten hat. Unsere Mannschaft hat von oben bis unten sehr solides Eishockey gespielt. In der Overtime hat Fehérvár die besseren Chancen gehabt, so ehrlich muss man sein, aber Reideborn war zur Stelle und hat alles zunichtegemacht. Im Shootout sind unsere Jungs cool geblieben und Adam hat alles gehalten.
Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals
Vienna Capitals - Hydro Fehérvár AV19 3:2 n. SO. (1:1, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0)
Tore Capitals: Jakob Lilja (19./PP1), Shane Gersich (37./PP1), Scott Kosmachuk (65./PS)
Tore Fehérvár: Anze Kuralt (14.), Bence Paterka (36.)
Line-Up Vienna Capitals
Goalies: #39 Adam Reideborn | #36 Max Zimmermann
1. Linie: #5 Dominic Hackl, #7 Nick Bailen - #15 Jakob Lilja, #19 Linden Vey, #25 Jérémy Grégoire
2. Linie: #24 Simon Bourque, #92 Lorenz Lindner - #42 Benjamin Lanzinger, #10 Shane Gersich, #17 Scott Kosmachuk
3. Linie: #55 Raphael Wolf, #13 Devin Steffler - #34 Felix Koschek, #9 Leon Wallner, #82 Senna Peeters
4. Linie: #76 Sam Antonitsch, #37 Christof Kromp, #11 Lukas Zach-Kiesling
Die nächsten Spiele der Vienna Capitals
25.09.2026 | Moser Medical Graz99ers - Vienna Capitals
26.09.2026 | Vienna Capitals - Milano Hockey Club
02.10.2026 | Vienna Capitals - HC TIWAG Innsbruck
04.10.2026 | EC iDM Wärmepumpen VSV - Vienna Capitals
09.10.2026 | FTC-Telekom - Vienna Capitals