
11.9.2026 / 23:11 Uhr
Caps gewinnen letzten Test gegen Fehérvár im Shootout
Die Vienna Capitals beenden die Pre-Season mit einem 3:2-Shootout-Erfolg über Hydro Fehérvár AV19. Nach zwei torlosen Dritteln legen die Hausherren mit einem Doppelschlag vor. Anze Kuralt (47.) und Istvan Terbocs (48.) treffen innerhalb von 75 Sekunden jeweils ins Schwarze. Die Caps beweisen jedoch Moral und antworten kurz vor Schluss selbst mit zwei Toren innerhalb von 87 Sekunden. Jakob Lilja (58.) und Scott Kosmachuk (59.) sorgen mit ihren Treffern für die Overtime. Die Entscheidung erfolgt jedoch erst im Shootout, in dem Senna Peeters und Kosmachuk mit ihren Treffern den Sieg der Wiener fixieren. Am kommenden Freitag starten die Capitals beim HCB Südtirol Alperia in die neue Saison der win2day ICE Hockey League (19.45 Uhr).
Caps-Head-Coach Mike Stewart musste im letzten Pre-Season-Spiel auf die verletzten Konstantin Komarek, Nelson Nogier, Ramón Schnetzer und Sebastian Wraneschitz verzichten. Max Zimmermann kehrte indes ins Line-up zurück und agierte als Backup von Adam Reideborn. Gleich in der ersten Minute musste der Schwede eingreifen und einen Abschluss aus kurzer Distanz entschärfen. In Minute vier gab es die erste Strafe gegen die Hausherren. Donat Horvath ging mit übertriebener Härte gegen Jérémy Grégoire vor. Die Caps beschäftigten Fehérvár-Goalie Rasmus Reijola, konnten in Überzahl allerdings nicht anschreiben. In der zehnten Minute gab es dann die erste Strafe gegen die Capitals, die unerlaubt mit sechs Feldspielern agierten. Die Ungarn konnten in zwei Minuten Überzahl allerdings keinen Schuss aufs Tor lancieren. In der 15. Minute beförderte Viktor Persson den Puck hinter Reideborn ins Caps-Tor. Die Unparteiischen erkannten den vermeintlichen Treffer allerdings zurecht wegen einer vorangegangenen Abseitsposition ab. Eine Minute später war Roland Kiss mit dem hohen Stock gegen Felix Koschek unterwegs, der junge Wiener ließ sich zu einem Akt der Revanche hinreißen, Strafen gegen beide Akteure waren die Folge. Die Capitals hatten im ersten Drittel ein Chancenplus, konnten allerdings nicht brandgefährlich werden.
Nach nur 47 im zweiten Drittel absolvierten Sekunden wurden die Hausherren mit einer weiteren Strafe belegt. Anze Kuralt brachte Grégoire per Beinstellen zu Fall. Die beste Möglichkeit fand allerdings Csanad Erdely vor. Der Ungar luchste Nick Bailen den Puck ab, doch Reideborn hielt seinen Kasten mit einer wichtigen Tat sauber. Kurz nach Kuralts Rückkehr scheiterte Grégoire aus kurzer Distanz am Fehérvár-Goalie. Dieser parierte in Minute 28, als Leon Wallner aus dem Slot eine gute Chance vorfand. In der 34. Minute entlud sich die auf dem Eis aufgeheizte Stimmung in einem Faustkampf. Adam Falus bearbeitete den gestolperten Grégoire, der Kanadier ließ sich das nicht gefallen und setzte in weiterer Folge einige Wirkungstreffer. Beide Akteure verabschiedeten sich dementsprechend für fünf Minuten auf die Strafbank. Im Anschluss hatten die Caps einige Möglichkeiten durch Wallner, Jakob Lilja, und Benjamin Lanzinger, um in Führung zu gehen, doch Reijola stand weiter seinen Mann. In der 37. Minute gesellte sich Cheek wegen Behinderung zu Falus auf die Strafbank. Was folgte, war ein Stakkato an Torschüssen. Reijola hielt sämtlichen Versuchen stand. In der 39. Minute wäre der Finne geschlagen gewesen, doch Scott Kosmachuk traf mit seinem Abschluss nur die Stange.
Zu Beginn des Schlussdrittels hatten die Hausherren leichte Vorteile. Der wieder sehr ordentlich agierende Reideborn hielt sein Tor lange sauber, musste in der 47. Minute aber erstmals im Caps-Jersey hinter sich greifen. Kuralt feuerte den Puck ins kurze Eck (47.). 75 Sekunden später erhöhten die Hausherren durch einen Treffer von Istvan Terbocs (48.). In weiterer Folge drückten die Caps auf den Anschlusstreffer, die Offensivbemühungen wurden aber durch eine Strafe wegen Hakens gegen Christof Kromp zunächst jäh unterbrochen. Justin MacPherson traf kurz nach Beginn des Powerplays die Stange, der Rest der Überzahl verlief allerdings ereignislos. In der 58. Minute wurden die Offensivbemühungen der Wiener endlich belohnt. Lilja lenkte eine Hereingabe von Grégoire ins Tor ab. Kurz darauf ging Reideborn für einen weiteren Angreifer vom Eis. Kosmachuk war es, der in der 59. Minute eine Lilja-Vorlage zum Ausgleich versenkte.
In der Overtime hatten die Capitals ein deutliches Chancenplus. Bailen vergab in der 61. Minute gegen Reijola eine Großchance. Ab der 62. Minute durften die Caps in Überzahl agieren, da die Hausherren mit einem Feldspieler zu viel auf dem Eis standen. Die Wiener spielten den numerischen Vorteil ruhig aus, brandgefährlich wurde es für Reijola nicht. Auf der anderen Seite waren es dann die Hausherren, die kurz vor dem Ende einen temporären Vorteil hatten. Gegen Shane Gersich wurde eine Strafe wegen Beinstellens angezeigt, Reijola wich einem weiteren Angreifer, doch daraus konnten die Ungarn konnten bevor die Spielzeit ablief kein Kapital daraus schlagen.
Im Shootout entschärfte Reideborn erst einen Versuch durch Mika Cyr. Auf der anderen Seite verlud Senna Peeters Fehérvár-Goalie Reijola. Cheek traf mit dem zweiten Versuch der Hausherren die Latte. Kosmachuk fixierte mit seinem Treffer den Sieg der Capitals. Die Wiener gaben im Verlauf des Spiels laut offizieller Statistik 35 Torschüsse ab, die Ungarn deren 25. Reideborn beendet das letzte Pre-Season-Duell mit einer Fangquote von 92,31 Prozent ab.
Zu Beginn lag unser Fokus darauf, ein simples Auswärtsspiel abzuspulen. Das ist uns auch gelungen. Beide Mannschaften hatten einige Chancen, auch wenn wir mehr Scheibenbesitz und bessere Möglichkeiten hatten. Beide Goalies waren sehr stark. Im letzten Drittel waren wir dann mit 0:2 hinten, aber die 'Comeback Kids' haben wieder zugeschlagen und spät im Spiel zwei schnelle Tore geschossen. In der Overtime haben wir unsere Chancen mit einem Mann mehr liegen gelassen. Ganz zum Schluss mussten wir in unserem Drittel aufpassen, aber Reideborn hat das gesamte Spiel über wichtige Paraden gemacht. Im Shootout ist es immer fifty-fifty, aber Kosmachuk und Peeters haben ihre Qualität gezeigt und das Spiel für uns gewonnen. Alles in allem war das heute sehr ordentlich. Das hat jetzt im zweiten Spiel in Folge nach Capitals-Eishockey ausgeschaut. Jetzt freuen wir uns, dass die Vorbereitungsphase vorbei ist und wir uns auf das erste Pflichtspiel konzentrieren können.
Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals
Hydro Fehérvár AV19 - Vienna Capitals 2:3 n. SO. (0:0, 0:0, 2:2, 0:0, 0:1)
Tore Fehérvár: Anze Kuralt (47.), Istvan Terbocs (48.)
Tore Capitals: Jakob Lilja (58.), Scott Kosmachuk (59.), Senna Peeters (65./PS)
Line-Up Vienna Capitals
Goalies: #39 Adam Reideborn | #36 Max Zimmermann
1. Linie: #5 Dominic Hackl, #7 Nick Bailen - #15 Jakob Lilja, #19 Linden Vey, #25 Jérémy Grégoire
2. Linie: #24 Simon Bourque, #92 Lorenz Lindner - #42 Benjamin Lanzinger, #10 Shane Gersich, #17 Scott Kosmachuk
3. Linie: #55 Raphael Wolf, #13 Devin Steffler - #34 Felix Koschek, #9 Leon Wallner, #82 Senna Peeters
4. Linie: #76 Sam Antonitsch, #37 Christoph Kromp, #81 Marco Richter
Die Pre-Season im Überblick
21.08.2026 | Slovan Bratislava - Vienna Capitals 6:5 n. OT.
22.08.2026 | Motor České Budějovice - Vienna Capitals 6:2
26.08.2026 | Vienna Capitals - University of Saskatchewan 1:4
28.08.2026 | EC-KAC - Vienna Capitals 5:2
29.08.2026 | Milano Hockey Club - Vienna Capitals 5:4
05.09.2026 | Vienna Capitals - HK Dukla Trencin 3:0
11.09.2026 | Hydro Fehérvár AV19 - Vienna Capitals 2:3 n. SO.