28.1.2026 / 22:42 Uhr
Siegesserie der Capitals endet in Villach
Nach zuletzt drei Siegen in Folge müssen sich die Vienna Capitals dem EC iDM Wärmepumpen VSV mit 1:4 geschlagen geben. Guus van Nes bringt die Hausherren kurz vor Ende des ersten Drittels im Powerplay in Führung (20./PP1). Maximilian Rebernig (34.) und Brett Budgell (50.) erhöhen in weiterer Folge für die Villacher. Zane Franklin schreibt in der 54. Minute für die Caps an. Adam Helewka sorgt mit seinem Treffer ins leere Tor für den Endstand (59./EN). Für die Wiener geht es schon am Freitag mit einem Heimspiel gegen den HC TIWAG Innsbruck weiter (19.15 Uhr).
Caps-Head-Coach Kevin Constantine musste gegen den VSV auf Erik Kirchschläger verzichten. Der Österreicher zog sich gestern eine Oberkörperverletzung zu und wird den Wienern für mehrere Wochen fehlen. Für den Verteidiger rückte Felix Koschek ins Line-Up. Sebastian Wraneschitz begann zum zweiten Mal in Folge im Caps-Tor. Die Wiener starteten gleich gut in die Partie. Mitch Hults und Benjamin Lanzinger versuchten es in der ersten Minute, scheiterten aber am starken Joe Cannata. In der vierten Minute wurde die erste Strafe gegen die Wiener ausgesprochen, da Sam Antonitsch wegen eines Hakens bestraft wurde. Die einzige gefährliche Möglichkeit fand Adam Helewka vor, der VSV-Angreifer schoss den Puck aber nur ans Außennetz. Die Wiener überstanden diese Unterzahlsituation unbeschadet. In weiterer Folge war Wraneschitz mehrfach zur Stelle, unter anderem gegen Nick Hutchison. In der zehnten Minute wurde auch die erste Strafe gegen den VSV ausgesprochen, da Alex Wall mit hohem Stock gegen Jérémy Grégoire ans Werk ging. Wie zuvor die Villacher fanden die Wiener in Überzahl auch nur eine gefährliche Möglichkeit vor. Zane Franklin scheiterte in Minute 12 an Cannata, die Gastgeber waren kurz darauf wieder komplett. In weiterer Folge hatten die Caps mehr von der Partie. Der VSV-Goalie musste gegen Christof Kromp, Linden Vey und Raphael Wolf aufpassen, behielt aber seine weiße Weste. Der US-Amerikaner bewahrte sein Team in Minute 17 vor einem sicheren Gegentor. Franklin stocherte den Puck vor dem Tor zu Leon Wallner, der die Scheibe Richtung Torlinie schob. Cannata, der zuvor eingreifen musste, konnte aber gerade noch hinter sich greifen und den Puck aufnehmen. Direkt im Anschluss an das darauf folgende Bully konterten die Villacher über Felix Maxa, doch der gebürtige Wiener fand in Wraneschitz seinen Meister. Eine Minute später konnten sich die Hausherren wieder bei Cannata bedanken, dass die Caps nicht in Führung gingen. Nach einem Bullygewinn in der Offensivzone folgte sofort der Schuss aufs Tor, Cannata parierte. Lanzinger brachte den Rebound an, diesen wehrte der VSV-Goalie ebenfalls ab. Franklin wurde in der 19. Minute wegen eines Checks gegen das Knie von Wall mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt. Im anschließenden Powerplay kamen die Villacher glücklich zum Führungstreffer. Wraneschitz war erst mit einem Save zur Stelle, über Umwege beförderte Guus van Nes den Puck ins Tor (20./PP1).
Die Capitals hatten im Mitteldrittel die ersten Tormöglichkeiten. Direkt nach Wiederbeginn scheiterte Hults an Cannata. Kurz darauf visierte Vey das Kreuzeck an, verfehlte aber das Tor. In weiterer Folge verlief das Drittel erst ausgeglichen, mit fortlaufender Dauer nahmen aber die Hausherren das Heft des Handelns in die Hand. In der 29. Minute jubelte Maxa nach einem Wrap-Around über ein vermeintliches Tor. Der VSV-Angreifer ließ sich feiern. Die Refs, die auf dem Eis keinen Treffer erkennen konnten, da Wraneschitz den Puck mit dem Bein auf der Torlinie sicherte, zogen sich zum Videostudium zurück. Mithilfe der Bilder wurde die Entscheidung, keinen Treffer zu geben, bestätigt. In der 30. Minute konnten die Caps wieder einen offensiven Akzent setzen, Franklin scheiterte aber an Cannata. In der 34. Minute lenkte Maximilian Rebernig den Puck vor Wraneschitz unhaltbar ins Tor ab. Zwei Minuten später tauchte Armin Preiser mit der Scheibe vor dem VSV-Goalie auf, scheiterte aber an diesem. Wraneschitz zeichnete sich in weiterer Folge gegen Kevin Hancock und Philipp Lindner aus.
In der 41. Minute jubelte ein Villacher Angreifer erneut unbegründet. Helewka stocherte den Puck deutlich nach einem Pfiff der Unparteiischen ins Tor. Der Kanadier forderte vehement eine Überprüfung des vermeintlichen Treffers, doch diese kam zum selben Ergebnis wie die Unparteiischen auf dem Eis: kein Tor. Eine Minute später konnten die Hausherren kontern. Wall ließ sich mit seinem Querpass vor Wraneschitz aber ewig Zeit, so konnte Simon Bourque das Zuspiel abfangen. In der 45. Minute gab es die nächste Strafe gegen die Kärntner, da Hancock wegen Behinderung vom Eis musste. Abgesehen von einem One-Timer durch Lanzinger zu Beginn blieb das Caps-Powerplay erneut harmlos. In der 50. Minute konnte Mark Katic mit der Scheibe in der Caps-Zone schalten und walten. Nach Pass auf Brett Budgell musste dieser nur mehr vor Wraneschitz einschieben (50.). Die Antwort der Wiener folgte vier Minuten danach. Carter Souch schnappte sich den Puck im Drittel der Villacher, bediente Franklin, der vor dem Tor ebenfalls nur mehr einschieben musste (54.). Eine Minute später traf Thomas Vallant mit seinem Schuss die Stange. Die Wiener drückten danach auf den Anschlusstreffer, doch auch mit einem weiteren Feldspieler sollte dieser nicht mehr gelingen. Helewka feuerte den Puck zum Endstand ins leere Tor (59.). Laut offizieller Statistik gaben die Capitals 31 Torschüsse ab, der VSV einen mehr.
Wir sind gut ins Spiel gestartet, unser erstes Drittel hat mir gut gefallen. Wir sind zwar in Rückstand geraten, weil sie ein Powerplaytor erzielt haben, aber wir hatten davor sehr gute Möglichkeiten. Wir hätten gebraucht, dass eine davon reingeht. Wenn wir früher unser Tor geschossen hätten, wären wir in der Offensive besser in Schwung gekommen. Der Treffer von Zane kam dann etwas zu spät, um noch einmal ins Spiel zurückkommen zu können. Wir müssen versuchen, mehr Verkehr vor den gegnerischen Tormann zu bringen. Wir brauchen keine ausgefallenen Spielzüge, wir müssen die Scheibe einfach nur öfter auf das Tor bringen.
Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals
EC iDM Wärmepumpen VSV - Vienna Capitals 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)
Tore VSV: Guus van Nes (20./PP1), Maximilian Rebernig (34.), Brett Budgell (50.), Adam Helewka (59./EN)
Tor Caps: Zane Franklin (54.)
Line-Up Vienna Capitals
Goalies: #30 Sebastian Wraneschitz | #31 Evan Cowley
1. Linie: #24 Simon Bourque, #8 Nelson Nogier - #17 Scott Kosmachuk, #19 Linden Vey, #82 Senna Peeters
2. Linie: #5 Dominic Hackl, #13 Randy Gazzola - #44 Carter Souch, #9 Leon Wallner, #61 Zane Franklin
3. Linie: #55 Raphael Wolf, #92 Lorenz Lindner - #25 Jérémy Grégoire, #62 Mitch Hults, #42 Benjamin Lanzinger
4. Linie: #49 Maximilian Theirich, #34 Felix Koschek - #76 Sam Antonitsch, #3 Armin Preiser, #37 Christof Kromp
Die nächsten Spiele der Vienna Capitals
30.01.2026 | Vienna Capitals - HC TIWAG Innsbruck
31.01.2026 | Vienna Capitals - Pioneers Vorarlberg
18.02.2026 | Olimpija Ljubljana - Vienna Capitals
20.02.2026 | Steinbach Black Wings Linz - Vienna Capitals
25.02.2026 | Vienna Capitals - Moser Medical Graz99ers