16.1.2026 / 22:59 Uhr

Capitals enttäuschen in Vorarlberg

Zum Auftakt des Westösterreich-Road-Trips beziehen die Vienna Capitals eine 0:4-Pleite bei den Pioneers Vorarlberg. Die Feldkircher treffen im ersten Drittel durch Michael Kernberger (4.), Kevin Macierzynski (14.) und Ivan Korecky (18.). Nach einem torlosen Mittelabschnitt riskieren die Wiener im Schlussdrittel viel. Oskar Maier trifft zum Endstand ins leere Tor (58./EN). Morgen müssen die Capitals, die auf Rang zehn bleiben, zum HC TIWAG Innsbruck, der heute den Tabellenzweiten Moser Medical Graz99ers mit 3:2 schlagen konnte. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr.

Scott Kosmachuk, Senna Peeters, Raphael Wolf und Sebastian Wraneschitz standen dem Trainerteam um Head-Coach Kevin Constantine heute wieder zur Verfügung. Für Peeters stellte das heutige Auswärtsspiel das Pflichtspieldebüt im Trikot der Wiener dar. Jérémy Grégoire und Marco Richter fehlten verletzungsbedingt, Dominic Hackl aus persönlichen Gründen. Cole Hults, dessen Vertrag heute auf eigenen Wunsch aufgelöst wurde, fehlte ebenfalls im Vergleich zum Sonntagsspiel in Graz. Im Tor begann Evan Cowley. Die ersten Minuten gaben einen Vorgeschmack darauf, was im Verlauf des Drittels mehrfach passieren würde. Die Caps spielten engagiert nach vorne, Nelson Nogier probierte es in der ersten Minute, scheiterte aber an Pioneers-Goalie Alex Caffi. Die Hausherren konterten stets konsequent. Kevin Macierzynski hatte nach einem Querpass vor Cowley die Chance zum Einschießen, Lorenz Lindner war allerdings mit dem Bein rettend dazwischen. Ein paar Minuten später sollten die Pioneers mit ihrer Vorgehensweise erfolgreich sein. Casey Dornbach scheiterte noch an Cowley, der mitgelaufene Michael Kernberger staubte zur Führung ab (4.). In weiterer Folge zeichnete sich der Caps-Goalie gegen Roberts Bukarts aus. In der elften Minute musste Luca Erne wegen Beinstellens auf die Strafbank, das erste Powerplay für die Wiener war die Folge. In dieser Überzahl konnten die Capitals allerdings wenig ausrichten. In der 14. Minute brachte Carter Souch einen Diagonalpass im gegnerischen Drittel zu Nogier, der wieder an Caffi scheiterte. Im Gegenzug setzten die Hausherren mal wieder einen Konter. Als die Caps die Situation eigentlich schon wieder entschärft hatten, schupfte Macierzynski den Puck mit der Backhand auf das Tor. Die Scheibe sprang von Linden Veys Schläger unglücklich ins eigene Tor (14.). In der 18. Minute schoss Mitch Hults aus dem Slot am Tor vorbei. Die Pioneers zogen wieder schnell ins Drittel der Wiener. Dornbach brachte den Puck zur blauen Linie, von wo Ivan Korecky per One-Timer zum 0:3-Pausenstand traf (18.).


Wraneschitz ersetzte Cowley ab dem zweiten Drittel im Tor der Wiener. Für den 23-Jährigen war es der erste Einsatz seit vergangenem November. Die Capitals waren fortan bemüht, in der Offensive Akzente zu setzten, wirklich gelingen sollte das aber nicht. Auf der anderen Seite lauerten die Hausherren immer wieder auf schnelle Gegenzüge. In der 27. Minute setzte Marlon Tschofen einen Stockschlag gegen Benjamin Lanzinger. Im darauffolgenden Powerplay ließen die Capitals die Scheibe ordentlich im Drittel des Gegners laufen, brandgefährlich wurde man allerdings wieder nicht. Auf der anderen Seite konterten die Vorarlberger, Oskar Maier scheiterte aber an Wraneschitz. Die Pioneers überstanden die Unterzahlsituation erneut unbeschadet. Der aktive Peeters verfehlte in der 32. Minute das gegnerische Tor nur knapp. Eine Minute später wurde die erste Strafe gegen die Caps ausgesprochen. Kosmachuk wurde für einen Crosscheck bestraft. Die beste Möglichkeit im Powerplay fand Cole Gallant, der den Puck vor dem Caps-Tor ablenkte, vor. Wraneschitz hielt die Scheibe aber mit einem mustergültigen Save draußen. Kurz darauf war Kosmachuk wieder zurück. Lanzinger konnte nach einer ansehnlichen Kombination abschließen. Caffi sicherte den Puck nicht, doch die Hausherren klärten mit vereinten Kräften. Nach der Pausensirene krachten Zane Franklin und Macierzynski aneinander. Die beiden Streithähne begannen den Schlussabschnitt aufgrund von Zwei-Minuten-Strafen wegen übertriebener Härte auf der Strafbank.


Bukarts stand in der 41. Minute gleich doppelt im Fokus. Einerseits scheiterte der Lette an Wraneschitz, da der Caps-Goalie die Scheibe mit seiner Maske abwehrte. Andererseits beging der Pioneers-Angreifer Beinstellen, was das nächste Caps-Powerplay nach sich zog. Abschlüsse von Simon Bourque und Hults waren allerdings das höchste der Gefühle. Die Wiener versuchten es weiter, brachten in der Offensive aber keine wirklich gefährlichen Möglichkeiten zustande. So scheiterte Peeters in Minute 47 mehrfach an Caffi. In der 49. Minute wurde Raphael Wolf mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt. Der Verteidiger wollte seinen Goalie nach einem Save schützen, schoss dabei aber über das Ziel hinaus. Das Gefährlichste am anschließenden Powerplay war ein Konter der Capitals, doch aus diesem konnte kein Kapital geschlagen werden. Die Hausherren blieben bis zu Wolfs Rückkehr ungefährlich. Souch und Peeters fanden im Anschluss Möglichkeiten vor, konnten den ersten Treffer der Wiener aber nicht erzielen. Bereits in der 54. Minute ging Wraneschitz für einen weiteren Angreifer vom Eis. Kosmachuk und Leon Wallner hatten im Anschluss Möglichkeiten, beide Male parierte Caffi. Louie Roehl wurde in der 56. Minute wegen Haltens bestraft, wirklich gefährlichen wurden die Caps aber auch in diesem Powerplay nicht. Nach Roehls Rückkehr schoss Maier zum Endstand ins leere Tor (58./EN). Die Caps gaben 32 Torschüsse ab, die Hausherren deren 23.

Viel schlechter als wir heute kann man wohl nicht in ein Spiel starten. Ich hätte mir nach den ersten beiden Gegentoren eine kämpferische Einstellung und eine Antwort der Mannschaft erwartet. Es schien fast so, als wären wir nach den Gegentreffern geschockt gewesen. Es hat bis ins zweite Drittel gedauert, bis das Team halbwegs ordentlich darauf reagiert hat. Wir waren ab diesem Zeitpunkt besser als davor, wenn auch nicht überwältigend. Das kam halt angesichts des Rückstands dann alles zu spät. Vorarlberg hat acht ihrer letzten 15 Spiele gewonnen, wir sieben von 15. Sie sind besser, als es ihr Start in die Saison vermuten lässt, dafür haben sie sich ein bisschen Anerkennung verdient. Wir werden für morgen kleinere Anpassungen vornehmen, wollen das Team aber zwischen zwei Spielen innerhalb von 24 Stunden nicht überfordern. Die heutige Niederlage sollte aber genug Motivation bieten, um es morgen in Innsbruck besser machen zu wollen und drei Punkte mitzunehmen.

Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals

Pioneers Vorarlberg - Vienna Capitals 4:0 (3:0, 0:0, 1:0)

Tore Pioneers: Michael Kernberger (4.), Kevin Macierzynski (14.), Ivan Korecky (18.), Oskar Maier (58./EN)


Line-Up Vienna Capitals

Goalies: #31 Evan Cowley | #30 Sebastian Wraneschitz

1. Linie: #24 Simon Bourque, #8 Nelson Nogier - #44 Carter Souch, #19 Linden Vey, #17 Scott Kosmachuk

2. Linie: #55 Raphael Wolf, #92 Lorenz Lindner - #61 Zane Franklin, #9 Leon Wallner, #82 Senna Peeters

3. Linie: #71 Erik Kirchschläger, #13 Randy Gazzola - #37 Christof Kromp, #62 Mitch Hults, #42 Benjamin Lanzinger

4. Linie: #34 Felix Koschek, #11 Lukas Zach-Kiesling - #76 Sam Antonitsch, #49 Maximilian Theirich, #3 Armin Preiser


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17.01.2026 | HC TIWAG Innsbruck - Vienna Capitals

23.01.2026 | Vienna Capitals - HC Falkensteiner Pustertal

25.01.2026 | Vienna Capitals - HCB Südtirol Alperia

28.01.2026 | EC iDM Wärmepumpen VSV - Vienna Capitals

30.01.2026 | Vienna Capitals - HC TIWAG Innsbruck


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