27.1.2026 / 14:13 Uhr
Capitals wollen gegen Villach den vierten Sieg in Folge einfahren
Mit drei Siegen in Serie im Gepäck fahren die Vienna Capitals morgen nach Villach, um es mit dem EC iDM Wärmepumpen VSV aufzunehmen. Ab 19.15 Uhr steigt das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im laufenden Grunddurchgang. Während die Wiener als Siebter einen der umkämpften Pre-Playoff-Plätze belegen, sind die Villacher als Tabellenelfter unter Zugzwang. Das Spiel wird wie gewohnt auf sporteurope.tv live übertragen.
Die Vienna Capitals belegen nach 40 Ligaspielen mit 55 Punkten den siebten Tabellenplatz. Während ein Einzug in die Top sechs ob des Rückstands von 16 Zählern auf Olimpija Ljubljana unwahrscheinlich erscheint, sind die Caps im Rennen um einen Pre-Playoff-Platz in der Pole Position. Die hinter den Wienern platzierten Hydro Fehérvár AV19 (54 Punkte), Steinbach Black Wings Linz (52) und FTC-Telekom (50) haben alle bereits ein Spiel mehr absolviert als die Donaustädter. Der elftplatzierte VSV, der derzeit keinen Pre-Playoff-Rang belegt, hat bei einem Spiel weniger sechs Punkte Rückstand auf die Caps. Aus den vergangenen drei Partien gegen die Tiroler Teams HC TIWAG Innsbruck (5:2), HC Falkensteiner Pustertal (4:3) und HCB Südtirol Alperia (3:0) holten die Capitals das Punktemaximum. Gegen den VSV könnten die Caps den vierten Sieg in Serie einfahren. Das wäre die längste Siegesserie seit Oktober 2022, als die Wiener sogar fünf Erfolge en suite feierten. Der 3:0-Sieg am vergangenen Sonntag gegen den HCB Südtirol Alperia stellt das erste Shutout der Capitals in dieser Saison dar. Torhüter Sebastian Wraneschitz stoppte gegen die Foxes alle 27 Schüsse auf sein Tor. Über die drei Spiele, die der 23-Jährige seit seiner zweieinhalbmonatigen Verletzungspause bestritt, steht eine fabelhafte Fangquote von 96,8 Prozent zu Buche. In seinen 12 Ligaeinsätzen verzeichnete Wraneschitz eine Save Percentage von 93,27 Prozent, der zweitbeste Wert aller Goalies, die mehr als eine Partie absolviert haben. Kapitän Linden Vey schrieb gegen den HCB zwar nicht an, führt die teaminterne Scorerwertung aber mit 40 Punkten (11 Tore + 29 Assists) weiterhin an. Bester Torschütze der Wiener ist weiterhin Carter Souch, der am Sonntag seinen 16. Saisontreffer erzielen konnte. Benjamin Lanzinger verzeichnete am Sonntag an seinem 26. Geburtstag je ein Tor und einen Assist. Der Sohn von VSV-Legende Günther Lanzinger kommt morgen erstmals als Gegner in die Villacher Stadthalle. Personell gibt es keine Veränderungen im Vergleich zum Südtirol-Doppel in der vergangenen Woche. Damit fehlt morgen nur der langzeitverletzte Marco Richter.
Der EC iDM Wärmepumpen VSV befindet sich im Pre-Playoff-Kampf im Hintertreffen. Die Adler, die kurzzeitig Tabellenzweiter waren, befinden sich seit Mitte November im Sturzflug. Aus den letzten 20 Spielen stehen 15 Niederlagen (zwei nach Overtime) und ebenso viele Punkte zu Buche. In der Formtabelle, die diesen Zeitraum abbildet, belegen die Kärntner den vorletzten Platz. Zum Vergleich: Die Ausbeute der Capitals beträgt im Vergleichszeitraum mit 31 Zählern mehr als das Doppelte. In der Formtabelle der letzten 20 Spiele sind die Hauptstädter Sechster. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich beide Teams seit Monaten in entgegengesetzte Richtungen entwickelten, sind die direkten Duelle. Der VSV gewann die ersten beiden Begegnungen im November (2:3, 0:3), Anfang Jänner blieben die Wiener mit einem 5:2 in der STEFFL Arena siegreich. Auch im Hinblick auf das direkte Duell, das bei Punktgleichheit nach dem Grunddurchgang über die Platzierung entscheiden würde, wäre ein Sieg der Caps nach regulärer Spielzeit wichtig. Vor eigenem Publikum holte der VSV in 20 Spielen nur 27 Punkte, das ergibt in der Heimtabelle nur den drittletzten Platz. Villach gewann drei der letzten fünf Spiele, zwei davon aber erst nach Overtime. Am vergangenen Sonntag mussten sich die Kärntner mit 1:4 bei den Pioneers Vorarlberg geschlagen geben. Während das Villacher Powerplay mit einer Trefferquote von 23,39 Prozent marginal besser ist als das Überzahlspiel der Caps (23,15 Prozent), lassen die Adler in Unterzahl Federn. Die Erfolgsquote von 76,47 Prozent ist der zweitschlechteste Wert der win2day ICE Hockey League. Topscorer der Villacher ist Nikita Scherbak, der aus 37 Spielen 39 Punkte (9 Tore + 30 Assists) sammeln konnte. Der Russe verpasste allerdings das Gastspiel in Vorarlberg verletzungsbedingt. Bester Torschütze des VSV ist Adam Helewka, der in 37 Partien 18 Mal traf.
Mein Geburtstag war mit dem Tor und dem Assist ein sehr schöner Tag. Für uns als Mannschaft war das ein super Wochenende, auf dem es aufzubauen gilt. Ich verspüre viel Vorfreude vor dem morgigen Spiel. Ich freue mich, wieder nach Villach zu kommen. Es hat mich geärgert, dass ich die erste Partie dort verletzungsbedingt verpasst habe. Wir müssen morgen so weiterspielen wie zuletzt, den Schwung aus den letzten drei Partien mitnehmen und mit Selbstvertrauen agieren. Villach ist eine gute Mannschaft. Wir müssen dagegenhalten und unser Spiel spielen. Hoffentlich fahren wir morgen mit drei Punkten nach Hause.
Statement Benjamin Lanzinger, Angreifer der Vienna Capitals
Die nächsten Spiele der Vienna Capitals
28.01.2026 | EC iDM Wärmepumpen VSV - Vienna Capitals
30.01.2026 | Vienna Capitals - HC TIWAG Innsbruck
31.01.2026 | Vienna Capitals - Pioneers Vorarlberg
18.02.2026 | Olimpija Ljubljana - Vienna Capitals
20.02.2026 | Steinbach Black Wings Linz - Vienna Capitals