30.1.2026 / 23:05 Uhr

Capitals gewinnen auch viertes Grunddurchgangsduell gegen Innsbruck

Die Vienna Capitals entscheiden auch das vierte Grunddurchgangsduell mit dem HC TIWAG Innsbruck für sich. Vor 5.880 Fans gewinnen die Donaustädter in der STEFFL Arena mit 5:2. Simon Bourque bringt die Caps in der 17. Minute gegen seinen Ex-Klub in Führung. Max Coatta gleicht kurz nach Beginn des Mitteldrittels aus (21.). Innerhalb von etwas mehr als sechs Minuten ziehen die Wiener das Spiel endgültig auf ihre Seite. Leon Wallner (32./PP1), Zane Franklin (36.) und Carter Souch (38./PP1) treffen. Devin Steffler verkürzt in der 43. Minute für die Innsbrucker. Bourque setzt in der 48. Minute mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt. Die Caps stoßen auf den siebten Tabellenplatz vor. Morgen bekommen es die Wiener mit den Pioneers Vorarlberg zu tun (16.30 Uhr).

Das Trainerteam der Vienna Capitals um Head-Coach Kevin Constantine nahm nur eine personelle Änderung im Vergleich zum Spiel am Mittwoch in Villach vor. Evan Cowley ersetzte Sebastian Wraneschitz, der die letzten beiden Partien im Tor der Wiener begann. Die Wiener übernahmen gleich die Initiative in diesem Spiel. Den ersten Abschluss fand Randy Gazzola vor, der das von Jakob Brandner gehütete Innsbruck-Tor aber nicht gefährden konnte. In der dritten Minute parierte der Haie-Goalie gegen Armin Preiser. Eine Minute später schloss Dominic Hackl nach einem schnellen Gegenstoß der Wiener ab, der Verteidiger traf aber nur das Außennetz. Cowley musste in der achten Minute erstmals gegen Marcel Witting eingreifen, parierte aber mit der Schulter. Im Gegenzug musste Brandner gegen Zane Franklin aufpassen, stoppte die Scheibe gerade noch mit seinen Beinen. In Minute acht musste der HCI-Goalie erneut eingreifen, diesmal gegen Carter Souch. Benjamin Lanzinger konnte den Innsbruck-Goalie kurz darauf mit einem blitzschnell abgegebenen Schuss auch nicht überwinden. Im Zuge derselben Aktion wurde Jérémy Grégoire mit einer Zwei-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung belegt. Max Coatta kam nach einer ansehnlichen Kombination in Minute elf vor Cowley zum Schuss, scheiterte aber am Caps-Goalie. Kurz darauf waren die Wiener wieder vollzählig. Nach einem Schuss von Ex-Hai Senna Peeters ließ Brandner einen Rebound zu. Die Caps stocherten den Puck Richtung Torlinie, doch Brandner hielt die Scheibe noch auf, bevor diese ins Netz gehen konnte. In der 13. Minute zeichnete sich der Torhüter der Gäste gegen Franklin und Souch aus. Vier Minuten später lag der Puck erstmals im Tor der Gäste. Simon Bourque feuerte den Puck gegen seinen Ex-Klub von der blauen Linie aus ins Tor (17.).


Kurz nach Wiederbeginn hätten die Caps fast über den zweiten Treffer jubeln dürfen. Peeters schob den Puck nach Querpass von Linden Vey Richtung Tor, doch Brandner verhinderte einen weiteren Gegentreffer mit einem blitzsauberen Reflex. Dafür schlug der Puck dann im Tor der Wiener ein. Coatta erzielte den Ausgleichstreffer (21.). Gazzola probierte es in Minute 24 aus der Distanz, wieder war Brandner zur Stelle. Franklin eroberte kurz darauf die Scheibe und brachte diese zu Souch. Der Toptorjäger der Capitals konnte Brandner aber nicht überwinden. Eine Minute später verhinderte der Gästetorhüter wieder ein sicheres Gegentor, erneut gegen Peeters. Jan Lattner probierte es in der 25. Minute, scheiterte aber an Cowley. Nach einem Doppelpass mit Hackl kam Vey zum Abschluss, scheiterte aber an Brandner. In der 28. Minute wurde die erste Strafe gegen die Gäste ausgesprochen. Devin Steffler wurde wegen hohen Stocks mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt. Die Wiener setzten die Gäste in Überzahl mächtig unter Druck, konnten ihre vielen Möglichkeiten aber nicht nutzen. Vier Sekunden vor Ablauf der Strafe wurde Matt Wilkins wegen Hakens bestraft. Die Wiener konnten die minimale doppelte Überzahl nicht nutzen, erzielten in der 32. Minute aber das längst fällige Powerplaytor. Die wacker kämpfenden Gäste konnten sich lange schadlos halten, nach einem Abpraller kam Leon Wallner von der linken Seite zum Torerfolg (32./PP1). Emmett Sproule kam in der 34. Minute zweimal vor Cowley zum Abschluss, der Caps-Goalie wehrte jedoch ab. Im Gegenzug zog Wallner direkt vor Brandner ab, wieder war beim starken Torhüter der Gäste Schluss. In der 36. Minute verzauberte Souch die Defensive der Haie. Nach dem traumhaften Pass des Toptorschützen der Haushausen musste Franklin nur mehr einschieben (36.). Thomas Mader beging wenige Sekunden nach dem Treffer einen Crosscheck, die Caps waren damit wieder in Überzahl. Erneut konnten die Wiener im Powerplay anschreiben, Souch feuerte den Puck nach einem Abpraller in die Maschen (38./PP1). Winston Frimmel konnte einen fairen Check von Preiser nicht verkraften und setzte mehrere Crosschecks gegen den Wiener. Die Refs schickten den HCI-Verteidiger dafür auf die Strafbank. Das Powerplay dauerte nur 19 Sekunden, dann musste Gazzola einen Konter per Halten unterbinden. 


Im anschließenden Vier-gegen-Vier kam nur Bourque zu einer halbwegs interessanten Möglichkeit, Brandner parierte. Aus dem kurzen darauffolgenden Powerplay konnten die Gäste kein Kapital schlagen. In der 43. Minute schoss Steffler aus der Distanz in die Maschen. Kilian Rappold konterte in der 46. Minute, durch das Eingreifen von Bourque brachte der HCI-Angreifer allerdings keinen gefährlichen Schuss zustande, Cowley parierte. Grégoire erarbeitete sich in Minute 47 einen Abschluss, konnte Brandner aber nicht bezwingen. Kurz darauf probierte es Lanzinger nach Querpass von Mitch Hults, der Haie-Goalie war erneut dran. In der 48. Minute musste Brandner wieder hinter sich greifen. Erneut schlug ein Distanzschuss von Bourque ein (48.). In der 49. Minute gab es zwischen Lorenz Lindner und Lukas Bär einiges zu klären. Der Caps-Verteidiger stellte seine pugilistischen Fähigkeiten unter Beweis und brachte einige Faustschläge an. Lindner, der diesen Kampf nach Punkten für sich entschied, und Bär mussten daraufhin jeweils für fünf Minuten vom Eis. Die Caps gaben auch spielerisch weiterhin den Ton an. Brandner hatte bei einem Schuss von Christof Kromp Glück, dass der ehemalige Haie-Angreifer nur Aluminium traf. In der 52. Minute feuerte Hults den Puck in die Maschen. Die Refs entschieden schon auf dem Eis, dass der vermeintliche Treffer wegen Tormannbehinderung nicht zählen würde. Diese Entscheidung wurde nach Videostudium bestätigt. In der 53. Minute fuhren drei Caps-Angreifer gegen einen Innsbrucker Verteidiger auf das gegnerische Tor zu. Wallner konnte Franklins Zuspiel allerdings nicht verwerten. In der 55. Minute wurde eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Behinderung gegen Vey ausgesprochen. Benjamin Corbeil schoss in Minute 56 aus dem Hinterhalt, die Scheibe landete aber in Cowleys Fanghand. Das war allerdings die einzige nennenswerte Möglichkeit des Haie-Powerplays. Die Caps hielten sich erneut schadlos. Nach einem Check an der Caps-Bande blieb der Schläger von Noah Kerber hängen. Der Haie-Verteidiger drosch daraufhin mit dem Arbeitsgerät auf Souch ein. Der Caps-Angreifer wurde wegen Behinderung mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt, der Haie-Verteidiger wegen Stockschlags. Kurz vor Spielende feuerte Patrick Kudla einen Schlagschuss auf Sam Antonitsch. Der Caps-Stürmer ließ sich das nicht gefallen und konfrontierte den Haie-Verteidiger. Antonitsch wurde wegen unsportlichen Verhaltens bestraft. Nach Spielende gerieten die beiden erneut aneinander. Die Schiedsrichter schickten Antonitsch und Kudla vor dem Shakehands in die Kabine. Kudla streckte dem Wiener Publikum beim Verlassen des Eises den Mittelfinger entgegen. Laut offizieller Statistik gaben die Capitals 46 Torschüsse ab, die Haie deren 19.

Das Spiel hatte von allem ein bisschen was, es war ein schöner Sieg für uns. Unsere zweite Linie hat heute großartig gespielt. Leon, Carter und Zane haben wirklich fantastisch gespielt. Carter im Speziellen war herausragend. Simon war gut drauf und hat zwei Tore beigesteuert. Unsere Special Teams waren stark. Das Powerplay hat in vier Versuchen zweimal zugeschlagen, das Penalty Killing blieb makellos. Ich möchte aber nicht nur einzelne Spieler hervorheben, das Team als Ganzes hat eine gute Leistung gezeigt. Innsbruck ist in dieser Saison im Hintertreffen, dennoch muss man gut spielen, um zu gewinnen. Trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs verspürte das Team Selbstvertrauen und ist drangeblieben.

Statement Kevin Constantine, Head-Coach der Vienna Capitals

Vienna Capitals - HC TIWAG Innsbruck 5:2 (1:0, 3:1, 1:1)

Tore Caps: Simon Bourque (17., 48.), Leon Wallner (32./PP1), Zane Franklin (36.), Carter Souch (38./PP1)

Tore HCI: Max Coatta (21.), Devin Steffler (43.)


Line-Up Vienna Capitals

Goalies: #31 Evan Cowley | #30 Sebastian Wraneschitz

1. Linie: #24 Simon Bourque, #8 Nelson Nogier - #17 Scott Kosmachuk, #19 Linden Vey, #82 Senna Peeters

2. Linie: #5 Dominic Hackl, #13 Randy Gazzola - #44 Carter Souch, #9 Leon Wallner, #61 Zane Franklin

3. Linie: #55 Raphael Wolf, #92 Lorenz Lindner - #25 Jérémy Grégoire, #62 Mitch Hults, #42 Benjamin Lanzinger

4. Linie: #49 Maximilian Theirich, #34 Felix Koschek - #76 Sam Antonitsch, #3 Armin Preiser, #37 Christof Kromp


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